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Schwarze Oliven im Test: Mangelhaft für ein Discounter-Produkt

Schwarze Oliven im Test
Schwarze Oliven sind entweder reif geerntet oder unreif und geschwärzt. Den Unterschied merkt man nur bei genauem Hinsehen. © Alexander Maier

Die am Baum gereiften Oliven sind teurer aber besser

Schwarz ist nicht gleich schwarz, zumindest was Oliven betrifft. Kaum jemand weiß, dass schwarze Oliven oft grüne unreife Früchte sind, die geschwärzt wurden. Dabei unterscheiden sich die reifen schwarzen Oliven von unreifen gefärbten sowohl im Geschmack als auch in den Inhaltstoffen. Die Stiftung Warentest hat 20 schwarze Oliven, davon vier Bio-Produkte, untersucht – je zehn geschwärzte und zehn natürlich gereifte. Neun Produkte haben gut abgeschnitten, doch es gab auch ein mangelhaft für die geschwärzten Früchte eines Discounters.

Besonders viel Wert legten die Tester auf die sensorischen Merkmale wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mundgefühl. War diese Bewertung mangelhaft, konnte auch das gesamte Urteil nicht besser sein. Neben Sensorik spielten beim Testurteil auch Schadstoffe, Verpackung, Deklaration und die Herkunft eine Rolle. Auch die Inhaltstoffe wurden untersucht, darunter der Gehalt an Salz und Fett. Letzteres macht Oliven zu wahren Gesundheitsbrunnen. Denn Olivenfett senkt den Cholesterinspiegel und kann so vor Herzinfarkt schützen. Die reif geernteten Früchte enthalten mehr davon als die unreifen geschwärzten Oliven. Außerdem sind sie weicher, milder und vollmundiger.

Um grüne Oliven schwarz zu färben, sind zwei Zusatzstoffe erlaubt, die gesundheitlich unbedenklich sind. Doch die echten schwarzen von den unechten zu unterscheiden ist nicht einfach. Der Hinweis "geschwärzt" ist nur für lose verkaufte Oliven Pflicht. Bei Oliven im Glas oder der Dose darf dieser Hinweis fehlen. Nur in der Zutatenliste muss der Zusatzstoff aufgeführt sein. Die Stiftung Warentest rät: Geschwärzte Oliven erkennt man an der gleichmäßigen pechschwarzen Farbe. Reife Oliven sind eher auberginenfarben und uneinheitlich gefärbt.

Und so haben die getesteten Oliven abgeschnitten

Von den natürlich gereiften waren sechs Produkte gut und vier befriedigend. Bei den geschwärzten haben nur drei gut abgeschnitten, fünf waren befriedigend und jeweils ein Produkt hatte die Note ausreichend und mangelhaft.

Die besten Oliven im Test

GUT (1,8) Alnatura Kalamon Oliven mit Stein "Bio" (1,51 Euro pro 100 g)

GUT (1,9) Rapunzel Kalamata Oliven in nativem Olivenöl extra "Bio" (2,86 Euro pro 100 g)

GUT (2,1) Roi Schwarze Oliven ohne Stein in nativem Olivenöl extra (7,70 Euro pro 100 g)

Die schlechtesten getesteten Produkte

MANGELHAFT (5,0) Las Cuarenta Spanische Oliven geschwärzt ohne Stein von Netto Marken-Discount (0,59 Euro pro 100 g)

AUSREICHEND (4,0) Baktat Schwarze Oliven mit Stein leicht gesalzen (0,65 Euro pro 100 g)

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