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Schwarzarbeit bei Putzjobs: So behalten Sie eine weiße Weste

Harte Strafen für schwarze Putzjobs
Harte Strafen für schwarze Putzjobs So behalten Sie eine weiße Weste 00:01:15
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Sauber bleiben bei Haushaltsjobs

Putzen, kochen, Wäsche machen – das kostet Zeit und Nerven. Viele Berufstätige leisten sich deshalb eine Haushaltshilfe. Oft arbeiten diese aber schwarz - und das kann für beide Seiten rechtliche Folgen haben. Wie man eine Haushaltshilfe richtig beschäftigt oder worauf Sie achten sollten, wenn Sie selbst eine solche Stelle annehmen, erfahren Sie hier: 

Rechtliche Konsequenzen für Schwarzarbeiter

Die meisten Haushaltskräfte sind so genannte Mini-JobberInnen. Viele arbeiten jedoch schwarz, weil so mehr Geld übrig bleibt. Laut aktuellen Zahlen wird in jedem fünften Privathaushalt auf diese Weise gearbeitet. 

Das ist aber illegal und kann sowohl für den Arbeitgeber als auch für die Arbeitskraft unangenehme Folgen haben: Wenn der Putzkraft etwas passiert, kommt keine gesetzliche Unfallversicherung dafür auf und auch der Arbeitgeber muss nichts zahlen. Und wenn die ganze Sache auffliegt, drohen bis zu 5.000 Euro Strafgeld für den Brötchengeber - und sogar Strafverfolgung für die Haushaltshilfe! 

Illegal ist die Sache auch, sobald die magische 450-Euro-Grenze für den Minijob überschritten wird. Das ist zum Beispiel schnell der Fall, wenn neben dem Putzen noch eine andere Beschäftigung ausgeübt wird. Der Strafbestand ist dann Steuerhinterziehung.

So kommen beide Seiten auf ihre Kosten

Wer seine Haushaltshilfe aber anmeldet, behält eine saubere Weste. Und das Ganze ist sogar denkbar unkompliziert: Haushaltshilfen müssen nur bei der Minijob-Zentrale registriert werden. Dazu einfach ein Formular angefordern oder den Haushalts-Check gleich online machen: ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben - fertig!

Einmal angemeldet, bucht die Behörde dann 5fünfProzent des Lohns für die Rentenkasse und zwei Prozent für pauschale Steuern ab. Auch sind geringe Umlagen für Krankheit und Versicherungsschutz nötig. Ob die Haushaltshilfe Beiträge zur Rentenversicherung abführen möchte, kann sie dann selbst entscheiden. Die Bescheinigung für die Steuer wird sogar automatisch zugeschickt.   

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