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Schwangerschaftsübelkeit: Ab wann geht die Übelkeit in der Schwangerschaft los?

Schwangerschaftsübelkeit: Ab wann geht's los?
Schwangerschaftsübelkeit: Ab wann geht's los? Das hilft bei Schwangerschaftsübelkeit 00:02:56
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Die meisten Schwangeren leiden unter Übelkeit

Übelkeit und Erbrechen: Damit haben die meisten Schwangeren zu kämpfen, zumindest am Beginn der Schwangerschaft. Doch was ist Schwangerschaftsübelkeit eigentlich, ab wann geht sie los und vor allem bis wann dauert die Schwangerschaftsübelkeit an? Dr. Omar Qattawi, Experte für Pränatalmedizin, gibt uns Antworten.

Schwangerschaftsübelkeit als ein frühes Anzeichen

Schwangerschaftsübelkeit: Davon sind fast alle Schwangeren betroffen
Schwangerschaftsübelkeit: Die meisten Schwangeren leiden unter Übelkeit. © Fotolia Deutschland

Überlkeit, oft das ertse Anzeichen, das zu der Frage "bin ich schwanger?" führt. Vor allem im frühen Stadium der Schwangerschaft, bis zur 16. Schwangerschaftswoche, ist sehr vielen Frauen übel. "Ausgelöst wird die Schwangerschafstübelkeit durch einen Anstieg der Schwangerschaftshormons hCG", erklärt der Experte. Das humane Choriongonadotropin, kurz hCG, wird während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet und verursacht den Erhalt der Schwangerschaft. "Man unterscheidet zwischen der leichten Form der Schwangerschafstübelkeit und der sehr, sehr ausgeprägten, starken Form der Übelkeit, auch Hyperemesis gravidarum bezeichnet", beschreibt Qattawi.

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Schlimmstenfalls müssen die Schwangeren ins Krankenhaus

Den Frauen, die unter der starken Form der Schwangerschaftsübelkeit leiden, ist nicht nur übel, sie müssen sich häufig auch erbrechen und bekommen kein Essen mehr herunter. Daher ist diese Form der Schwangerschaftsübelkeit sehr belastend. Darüber hinaus kann diesen Schwangeren bis über die 16. Schwangerschaftswoche hinaus übel sein.

Frauen, die unter Hyperemesis gravidarum leiden, müssen behandelt werden. "Wir klären meistens erst mal die Schilddrüse ab, um zu schauen, ob eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt. Die Frauen werden symptomatisch behandelt. Wenn sie zum Beispiel nichts mehr herunterbekommen, kriegen sie Infusionen. Und wenn Ketone im Urin feststellbar sind, dann muss man sie schlimmstenfalls stationär aufnehmen und aufpeppeln", erklärt der Pränatalmediziner.

Die meisten Frauen müssen nur ab und zu erbrechen und ihr Urin ist frei von Ketonen. "Dann spricht man von der mittelstarken bis leichten Form der Übelkeit", erläutert Qattawi. Diese Art der Schwangerschaftsübelkeit ist recht einfach in den Griff zu bekommen: Die Schwangeren sollten versuchen, das zu verzehren, was ihnen schmeckt und eher kleine Portionen zu sich zu nehmen. Ebenfalls können Ingwertee und Akkupunktur helfen.

"Letztendlich geht es darum, dass man diese Zeit irgendwie hinter sich bringt. Normalerweise steigt die Schwangerschaftsübelkeit bis zur 12. oder 13. Woche und sinkt dann wieder ab", fasst Qattawi zusammen. "Normalerweise ist die Schwangerschaftsübelkeit zu 99 Prozent nach der 15. bis 16 Schwangerschaftswoche wieder weg."

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