Schwangerschaftskomplikationen: Gefahr für Mutter und Kind

Schwangerschaftskomplikationen, können ein Problem für Mutter und Kind werden
Schwangerschaftskomplikationen können auch auftreten, wenn man nichts falsch gemacht hat. © Getty Images, Petar Chernaev

Schwangerschaftskomplikationen sind der Albtraum jeder werdenden Mutter. In einigen Fällen ist ein Abbruch der Schwangerschaft unumgänglich, in anderen Fällen ist es wichtig, die Komplikation so früh wie möglich zu erkennen, um Mutter und Kind nicht zu gefährden.

Der Frauenarzt hat es bestätigt: Das lang ersehnte Baby ist auf dem Weg und Sie sind überglücklich. Doch nicht immer geht eine Schwangerschaft problemlos vonstatten. Schwangerschaftskomplikationen können der Freude über die Schwangerschaft ein jähes Ende setzen. Wir haben für Sie die häufigsten Schwangerschaftskomplikationen zusammengefasst.

Die häufigste Schwangerschaftskomplikation: Fehlgeburt (10-15 Prozent )

Vor allem in den ersten drei Monaten ist der ungewollte Abgang eines Babys relativ hoch, so Dr. Hubertus Glaser auf dem Mediziner-Portal navigator-medizin.de. Mit zehn bis 15 Prozent ist die Fehlgeburt somit die häufigste Schwangerschaftskomplikation. Abgänge, die noch vor dem Feststellen der Schwangerschaft passieren, sind hier nicht mit eingerechnet. Hier wäre der Wert etwa drei Mal so hoch, erklärt der Arzt.

Häufige Schwangerschaftskomplikation: Schwangerschaftsdiabetes (2-8 Prozent)

Während der Schwangerschaft steigt bei vielen Frauen der Blutzuckerspiegel. Dieser sollte mit Insulin kontrolliert werden. Wenn die Bauchspeicheldrüse jedoch mit der Produktion des Insulins nicht hinterherkommt, kann es zu Schwangerschaftsdiabetes kommen. Diese Schwangerschaftskomplikation sollte unbedingt behandelt werden, da sie Bluthochdruck, ein erhöhtes Infektionsrisiko und im schlimmsten Fall eine Frühgeburt auslösen kann. In den meisten Fällen reicht die Umstellung der Ernährung, während bei einigen werdenden Müttern eine Zugabe von Insulin notwendig ist.

Nach der Schwangerschaft verschwindet der Diabetes übrigens in den meisten Fällen, da der Blutzuckerspiegel in der Regel nach der Geburt wieder sinkt.

Schwangerschaftskomplikation: Extrauteringravidität (1-2 Prozent)

Diese Schwangerschaftskomplikation ist besser als Bauchhöhlen-, Eileiterschwangerschaft oder auch ektope Schwangerschaft bekannt. Hier erreicht die befruchtete Eizelle die Gebärmutter nicht und nistet sich beispielsweise in Eileiter, Eierstock oder Bauchhöhle ein. Hier ist ein Schwangerschaftsabbruch unumgänglich, da die Gefahr für die Mutter besonders groß ist.

Hyperemesis gravidarum: Einfach nur zum K*** (0.5 – 1 Prozent)

Bei der Schwangerschaftskomplikation Hyperemesis gravidarum handelt es sich um extreme Schwangerschaftsübelkeit. Sollten Sie sich vermehrt übergeben müssen, das heißt mehrmals am Tag über mehrere Tage hinweg, ist es wahrscheinlich, dass sie an Hyperemesis gravidarum leiden. Hier sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, da das Erbrechen zu starker Dehydration führen kann und somit Mutter und Kind gefährdet.

Muttermundschwäche oder Zervixinsuffizienz (etwa 1 Prozent)

In der Regel sollte der Muttermund bis zur Geburt des kleinen Wurms fest verschlossen bleiben, um Infektionen vom Baby fernzuhalten. Bei dieser Schwangerschaftskomplikation öffnet sich der Muttermund meist jedoch bereits im vierten bis sechsten Monat. Eine Muttermundschwäche kann zur Fehl- oder Frühgeburt führen. Eine gynäkologische Tastuntersuchung sowie eine transvaginale Ultraschalluntersuchung können helfen, diese Komplikation zu diagnostizieren. Das größte Problem ist, dass die Zervixinsuffizienz oft symptomlos verläuft und daher von der werdenden Mutter nicht bemerkt wird, bis es zu spät ist. Vorsorgeuntersuchungen sind daher sehr wichtig.

Sollte eine Muttermundschwäche bei Ihnen auftreten, kann eine sogenannte Cerclage vorgenommen werden. Hier wird unter Narkose die Gebärmutter mit einem Kunststoffbändchen wieder verschlossen.

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