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Schwangerschaft: Neue Fußbodenbeläge schaden dem Kind

Schwangerschaft: Neue Fußbodenbeläge schaden dem Kind
Neues Kinderzimmer, neuer Fußboden? Besser nicht, denn Ausdünstungen aus Laminat & Co. schaden dem Kind.

Renovierung lieber verschieben

Wenn Nachwuchs ins Haus steht, bricht bei vielen Paaren der Nestbautrieb durch: Ein Kinderzimmer muss her - vielleicht auch ein neuer Fußboden, damit das Kind ausgiebig krabbeln kann. Der Berufsverband der Frauenärzte rät allerdings davon ab, in Wohnungen von Schwangeren Laminat, Teppichboden oder Fußbodenbelag neu zu verlegen. Ein neuer Bodenbelag erhöhe das Risiko von Kleinkindern, im ersten Lebensjahr an Atemwegsbeschwerden zu erkranken - und zwar deutlich.

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig haben die Auswirkungen von flüchtigen organischen Verbindungen aus Fußbodenbelägen vor und nach der Geburt der Kinder untersucht und herausgefunden, dass Ausdünstungen aus Laminat, Teppich & Co. Babys schon im Mutterleib schädigen. Mit der Verlegung von neuen Bodenbelägen sollen werdende Eltern nach der Geburt mehr als zwölf Monate warten, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt 'Environment International'.

Ansonsten steigt das Risiko für Atemwegsbeschwerden drastisch - bei Kindern von Allergikern oder Asthmatikern sogar um das Fünffache. Für die Studie verglichen die Forscher Daten von 465 Müttern und deren Kindern. Das Helmholtz-Zentrum geht davon aus, dass durch den Verzicht auf neue Böden allein in Deutschland jährlich rund 20.000 Fälle von pfeifender Atmung bei Kleinkindern vermieden werden können.

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