SCHWANGERSCHAFT SCHWANGERSCHAFT

Schwanger nach der Menopause: Wie groß ist das Risiko?

Schwangerschaft
Mutter oder Großmutter? Dank moderner Reproduktionstechnik ist alles möglich. © picture-alliance / dpa, Lehtikuva Matti Kolho

Späte Schwangerschaft

Eine späte Schwangerschaft ist eine Risikoschwangerschaft. Je älter eine Frau ist, wenn sie schwanger wird, desto größer ist das statistische Risiko für Komplikationen und Erkrankungen. Als risikoschwanger gelten Frauen ab 35 Jahren. Doch richtig riskant wird es, wenn Frauen schwanger werden, die biologisch eigentlich nicht mehr schwanger werden könnten.

Die Leistungsfähigkeit des Körpers nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das Herz-Kreislauf-System wird während der Schwangerschaft stark belastet, die Thrombosegefahr ist in dieser Zeit ohnehin erhöht. Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) können auftreten. Eine Mehrlingsschwangerschaft, eine Blutgruppenunverträglichkeit oder die Steißlage des Kindes stellen ebenfalls ein Gesundheitsrisiko dar. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für Chromosomenschäden beim Kind.

Durch die moderne Reproduktionsmedizin ist es möglich, dass Frauen fortgeschrittenen Alters schwanger werden können. Auch Frauen, die biologisch - also nach der Menopause - nicht mehr schwanger werden können, erfüllen sich ihren Kinderwunsch mit einer Eizellspende und künstlicher Befruchtung. Die Eizellspende ist allerdings in Deutschland nicht erlaubt.

Die Erfahrungen mit Schwangeren, die biologisch eigentlich gar nicht mehr schwanger sein können, sind sehr begrenzt. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass die körperliche Belastung sehr viel höher ist als bei Schwangeren vor der Menopause. Da bei einer künstlichen Befruchtung in der Regel drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingesetzt werden, kommt es auch häufig zu einer Mehrlingsschwangerschaft. Diese stellt an sich schon eine Risikoschwangerschaft dar.

Anzeige