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Schwacher Euro: Auslandsreisen werden bis 20 Prozent teurer

Deutlich höhere Preise für Fernreisen

Die Europäische Zentralbank (EZB) schwächt den Euro, und unser Urlaub wird teurer! Wie kommt das? Kann ich dagegen etwas tun?

Auslandsreisen werden bis 20 Prozent teurer
In allen Ländern, die den Euro nicht haben, wird es jetzt für uns teurer. Ausnahmen bestätigen die Regel. © R1712 Kurt Scholz

Wer außerhalb der Euro-Zone Urlaub machen will, muss jetzt mit deutlich höheren Preisen rechnen. Die Pläne der EZB, den Euro zu schwächen, funktionieren: Im Vergleich zum Dollar ist der Euro etwa 20 Prozent weniger wert. Und da die meisten Auslandswährungen ihren Wechselkurs anhand des Dollars bestimmen, gibt es leider weniger thailändische Baht, Türkische Lira oder Ägyptische Pfund für den Euro, um nur drei Beispiele zu nennen. Ohne dass die Preise im Urlaubsland höher geworden wären, gibt es also weniger pro Euro.

Aber keine Regel ohne Ausnahme: Pauschaltouristen, die bereits ‚all inclusive‘ gebucht haben, merken davon kaum etwas. Nachträglich dürfen die Preise nicht erhöht werden. Und auch Ägypten-Fans werden kaum Nachteile haben: Wegen der Krise in Russland kommen kaum noch Russen in das zuvor bei ihnen sehr beliebte Land. Wahrscheinlich werden die Ägypter ihre ohnehin sehr günstigen Preise den Europäern zuliebe etwas nach unten korrigieren.

Bei Reisen in den Euro-Raum spielt der schwächere Euro ohnehin keine Rolle. Hier bleibt alles beim Alten. Und noch besser: Wer 2015 sparen will, muss nicht stundenlang im Flieger ausharren. Schweden, Norwegen und Polen beispielsweise werden bis zu sieben Prozent billiger!

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