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Schutz vor Hautkrebs: Lassen Sie Kinder in der Sonne spielen!

Kinder, die viel draußen spielen, haben ein geringes Hautkrebsrisiko
Jahrelang dachten wir, zu viel Sonne würde das Hautkrebsrisiko erhöhen. Doch das stimmt so nicht. © dpa bildfunk

Haut bildet keinen UV-Schutz gegen Strahlung

Wir alle wissen: Kinder, die viel draußen spielen, haben ein stärkeres Immunsystem und werden seltener krank. Eine Studie mit 291 Hautkrebs-Patienten und 330 hautgesunden Patienten hat nun offenbart, dass Menschen, die in ihrer Kindheit viel in der Sonne gespielt haben, ein geringeres Hautkrebsrisiko haben. Durchgeführt wurde die Studie von den Unikliniken Ulm und Dresden.

Unsere Haut hat verlernt, sich gegen gefährliche UV-Strahlung zu wehren. Da wir so wenig Zeit in der Sonne verbringen, bildet der Körper keine Schutzmechanismen gegen die Sonnenstrahlung aus. Einen Sonnenbrand sollte man aber dennoch vermeiden, denn wer als Kind häufig einen Sonnenbrand hatte, lebt mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko.

Die Forscher haben 291 Patienten mit schwarzem Hautkrebs, 212 Patienten mit hellem Hautkrebs und knapp 330 Patienten ohne Hautkrebs nach ihrer Kindheit befragt. Demnach haben sich die Patienten ohne Hautkrebs vor 20 Jahren viel häufiger im Freuen bewegt als Patienten mit schwarzem Hautkrebs, schreibt die 'Ärzte Zeitung online'. Die Patienten ohne Hautkrebs gaben wesentlich häufiger an, sich in der Kindheit oft an der Luft bewegt zu haben. "Vor allem waren die Patienten ohne Melanom (schwarzer Hautkrebs, Anm. der Redaktion) in der Kindheit viel häufiger draußen. Faktoren wie Bergwandern in der Kindheit gehen nach diesen Berechnungen mit einem etwa 70 Prozent geringeren Melanomrisiko einher", heißt es in der 'Ärzte Zeitung'.

Häufig Sonnenbrand: Hautkrebs-Risiko weiterhin hoch

Ausgenommen sind allerdings Sonnenbrände in der Kindheit. Diese rühren eben daher, dass die Haut nicht oft genug mit UV-Strahlung in Berührung kam, im Sommerurlaub allerdings dann zu sehr. Die Folge sind schwere Sonnenbrände, die ein erhöhtes Hautkrebsrisiko (plus 84 Prozent) nach sich ziehen.

Die Untersuchung bezieht sich allerdings nur auf den schwarzen Hautkrebs, der Melanome bildet.

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