Schule verbietet Sonnencreme

Schutz vor der UV-Strahlung: Sonnenmilch hilft
Ohne eine vernünftige UV-Schutzcreme steigt die Gefahr von Hautschäden. © dpa, A3634 Friso Gentsch

In den USA ist das Sonnenmilch-Verbot teilweise Gesetz

Was schützt vor Sonnenbrand und Hautkrebs? Eigentlich sonnenklar: Eine vernünftige UV-Schutzcreme. In den USA sehen das offenbar sogar Behörden anders. Eine Schule im Bundesstaat Texas hat jetzt ein Sonnencreme-Verbot für die Schüler verhängt. Prompt holte sich ein Kind einen fetten Sonnenbrand - die Mutter klagte.

Wie der TV-Sender CBS Houston berichtete, erlaubt die Schule nur Kindern mit ärztlichem Attest die Nutzung von Sonnencreme. Der Grund: Die Schulleitung ist besorgt, dass Kinder mit Allergien auf Sonnenmilch reagieren. "Sonnenschutzmittel ist eine giftige Substanz und diese können wir nicht in unserer Schule zulassen", teilte die Sprecherin der Schule in einer Erklärung mit.

Kaum zu glauben, aber wahr: Teilweise ist das Sonnenmilch-Verbot in den USA sogar Gesetz. Schon im Jahr 2012 hatte sich im Bundesstaat Washington eine Mutter darüber beschwert, als ihre beiden Töchter mit schwerem Sonnenbrand nach Hause kamen. Damals begründete die Schule, lediglich ein landesweites Gesetz zum Schutze der Kinder zu befolgen. Dabei gilt ultraviolette Strahlung durch Sonnenlicht als Hauptrisikofaktor für Hautkrebs.

Vor allem bei Kindern steigt im Alter das Hautkrebs-Risiko, je häufiger sie extremer UV-Belastung ausgesetzt waren. Bei der Auswahl der Sonnencreme sollten Verbraucher darauf achten, dass das Produkt sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schützt (gute Cremes tragen das 'UV-A-Siegel'). Denn die langwellige UV-A-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und führt dort zu Gewebeschäden.

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