LEBEN LEBEN

Schulden: So leidet die Liebe unter Geldsorgen

Von Liebe, Macht und Geld

Geld bleibt unter Paaren oft ein Tabuthema. Wenn Auto, Versicherungen, Miete und Lebensmittel bezahlt werden müssen, hat meist nur einer in der Beziehung den Überblick. Viele Paare wissen gar nicht, wie viele Ausgaben sie pro Monat haben. Das hat manchmal schlimme Folgen. Denn wenn Geldsorgen und sogar Schulden das Leben bestimmen, kommt die Liebe oft zu kurz. Schulden sorgen für schlaflose Nächte, Unsicherheiten und Streit mit dem Partner.

Fast jeder zehnte Deutsche ist überschuldet. Männer sind dabei mit einem höheren Schuldenbetrag als Frauen belastet. Frauen werden allgemein als gewissenhafter eingeschätzt, wenn es um den Umgang mit Geld geht. Da wird das Zusammenleben auf eine harte Probe gestellt. Paare meistern ihre finanziellen Krisen da ganz unterschiedlich.

Auch Paartherapeuten wissen, dass Geld in Beziehungen oft ein Streitthema und Auslöser für Gereiztheit ist. Sie betonen allerdings, dass es bei den Auseinandersetzung weniger um bloße Zahlen, als vielmehr um tiefersitzende Probleme geht. Bei Geld geht es um Macht und um Ohnmacht. Es ist ein sehr privates und intimes Thema. Viele Paare fühlen sich da sogar vom Partner bedroht und entwickeln Neid und Konkurrenzdenken. Besonders heikel wird das Thema Geld, wenn Paare ein gemeinsames Konto haben. Ausgaben und Einnahmen müssen mit der Freizeit des jeweiligen Partners abgestimmt werden. Großes Vertrauen ist die Voraussetzung für ein gemeinsames Konto. Grundsätzlich gilt: Wer ein Konto teilt, muss mehr absprechen und auch mal einschreiten.

Um Stress zu vermeiden empfehlen Paartherapeuten deshalb drei Konten. Ein Gemeinsames für alltägliche Ausgaben wie Telefon, Versicherung und Miete und jeweils ein Eigenes für die Freizeit.

Wie verschiedene Paare ihre Geldsorgen gemeinsam in den Griff bekommen und in welchen Situationen man sich wiederfindet, wenn man zu blauäugig an das Thema Geld in der Beziehung rangeht, können Sie im Video sehen.

Anzeige