Schröder: Rücktritt, wenn Frauenquote kommt

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will im Fall der Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Spitzenjobs in der Wirtschaft ihr Amt niederlegen. "So lange ich Ministerin bin, wird es keine starre Quote geben", sagte die CDU-Politikerin der 'Bild am Sonntag'. Durch eine Quote würden pro Unternehmen ein bis zwei Frauen "als Aufsichtsrätin zusätzlich ins Schaufenster gestellt".

Gegenspielerin von Schröder ist Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die CDU-Politikerin drängt auf eine verbindliche Frauenquote in den Chefetagen und begründet dies damit freiwillige Regelungen hätten nichts gebracht.

"Ich als zuständige Ministerin lehne starre Quoten ab und es wird jetzt in der Union darum gehen, wie wir uns als Partei dazu bei der nächsten Bundestagswahl positionieren", sagte Schröder. Sie räumte ein, selber bei ihrer ersten Bundestagskandidatur 2002 von der Frauenquote in der CDU profitiert zu haben. "Es wird mir bis heute hämisch vorgeworfen. Sie sehen: Eine Quote bedeutet für Frauen oft ein Makel, den sie manchmal nie wieder los werden."

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