Schönheits-OP: BH unter der Haut

Schönheits-OP: BH unter der Haut
© Pressebild, Otto.de

Gruselig: BH wird eingepflanzt

Sie haben zehn Kilo oder mehr abgenommen? Glückwunsch! Aber dann geht es Ihnen vielleicht so wie unzähligen anderen Menschen, die eine erhebliche Gewichtsreduktion hinter sich haben: Der Körper ist alles andere als straff, die Haut hängt schlaff herab, die Brüste ebenfalls.

Ohne spezielle, figurformende Pus-Up-BHs geht in diesen Fällen gar nichts mehr. Bikini, Spaghetti-Tops oder Kleider mit tiefem Ausschnitt? Für die Betroffenen meist Fehlanzeige. Auch sexuell fühlen sich viele eingeschränkt, haben Hemmungen, sich nackt zu zeigen.

Schönheitschirurgen aus Südafrika haben nun eine Möglichkeit entwickelt, hängende Brüste wieder dauerhaft zu liften. Während nach einer klassischen Brust-OP der Busen nur durch die Haut gehalten wird – die nach einigen Jahren dann auch wieder ausleiern kann – geht es nun darum, eine Art BH unter die Haut einzupflanzen, damit die Brüste stabil bleiben und dauerhaft angehoben werden können.

Dieses spezielle Implantat, auch "Brustnetz" genannt, soll federleicht sein, ohne Silikon, Röntgenstrahlen durchlassen und dem Busen seine natürliche, jugendliche Form wieder geben. Man kann sich die Implantate wie einen BH ohne Träger vorstellen, der von innen angepasst und dann permanent getragen wird.

Risiken nicht ausgeschlossen

Da diese Methode allerdings noch neu und daher unerforscht ist, gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse über eventuelle Risiken. Mediziner warnen, dass jedes Implantat, sei es Silikon oder wie hier ein Maschengewebe, erst mal über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden muss, um ausreichende Erkenntnisse zu sammeln. Risiken wie Krebserkrankungen oder die Auswirkungen auf die Stillfähigkeit einer Frau mit BH-Implantat sind auf jeden Fall erst mal zu erforschen.

Ein BH unter der Haut? Für die einen eine gruselige Vorstellung, für die anderen aber eventuell eine große Hoffnung!

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