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Schmerzmittel-Nebenwirkungen: Erektionsprobleme durch Medikamente

Nebenwirkungen: Schmerzmittel können impotent machen
© ROBERT KOHLHUBER

Schmerzmittel-Nebenwirkung: Erektionsprobleme

Bei Kopf- und Gliederschmerzen nehmen viele Deutsche schnell mal eine Schmerztablette. Doch gerade eine häufige oder lang andauernde Einnahme von Schmerztabletten ist gefährlich. Sie kann Erektionsprobleme bringen.

Die Studie eines Teams am Kaiser Permanente Los Angeles Medical Center hatte Daten von mehr als 80.000 Männern im Alter von 45 bis 69 Jahren ausgewertet und kam zu dem wenig erfreulichen Ergebnis, dass eigentlich als unbedenklich und sicher geltende Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen und so weiter nicht nur den Schmerz verringern, sondern manchmal auch die Potenz des Patienten.

Laut Studie jetzt deutlich machte, besteht für Männer ein erhöhtes Impotenzrisiko, wenn sie zu viele Schmerztabletten nehmen. Gefährdet ist, wer über drei Monate oder aber mehr als dreimal täglich Schmerzmittel nimmt. Die Erkenntnis der Wissenschaftler: Bei solch hohen oder regelmäßigen Dosen führt die Medikamenten-Einnahme bei 35 Prozent der Männer zu Erektionsproblemen. Damit war fast jeder sechste Mann betroffen.

Auch Aspirin (ASS) und Ibuprofen betroffen

Die eingenommenen Schmerzmittel gehörten alle zur Gruppe nicht-steroidaler Antirheumatika. Dazu zählen auch die bekannten Präparate Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen oder Acetylsalicylsäure (ASS), der Wirkstoff von Aspirin.

Betroffene sollten allerdings nicht vorschnell handeln. Wer unter der Einnahme von Schmerzmitteln Errektionsprobleme bei sich feststellt, sollte das Medikament nicht auf eigene Faust absetzen, sondern vorher mit seinem Arzt sprechen. ASS wird auch als Blutverdünner bei Infarkt- und Thrombosegefahr verordnet. Für Erektionsstörungen gibt es auch noch eine Reihe anderer Ursachen.

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