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Schmerzmittel im Stiftung Warentest.: Diese Medikamente helfen am besten

Stiftung Warentest testet Schmerzmittel
Stiftung Warentest testet Schmerzmittel Diese Präparate sind empfehlenswert 00:01:32
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Stiftung Warentest hat Arzneimittel gegen Schmerzen bewertet

Wenn der Kopf brummt, das Zahnfleisch schmerzt oder der geprellte Daumen pocht: Der Griff zu rezeptfreien Schmerzmitteln ist schnell und einfach - Schmerzen adé. Was für eine Genugtuung. Die Experten von Stiftung Warentest haben nun viele Medikamente auf ihre Verträglichkeit und Wirkung getestet und als überwiegend geeignet bewertet. Trotzdem warnen sie: Auch rezeptfreie Schmerzmittel können Nebenwirkungen auslösen! 

Fünf Wirkstoffe gegen Ihre Beschwerden

Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol - bei kleinen bis mittleren Wehwehchen greifen wir gerne zu einer Tablette, um die Schmerzen zu lindern. Stiftung Warentest hat diese und andere gängige rezeptfreie Schmerzmittel bewertet und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen: Viele der Medikamente gegen Schmerzen gelten als geeignet. Dazu zählen rezeptfreie Mittel mit den Wirkstoffen Acetylsalizylsäure (ASS, zum Beispiel in Aspirin enthalten), Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen und Paracetamol.

Stiftung Warentest testet Schmerzmittel
Stiftung Warentest testet Schmerzmittel Diese Präparate sind empfehlenswert 00:01:32
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Gezielt gegen den Schmerz

Vier der fünf Wirkstoffe, die bewertet wurden und in der Apotheke frei käuflich sind, haben einen ähnlichen Effekt: Diclofenac, Ibuprofen, ASS und Naproxen sind für Schmerzen in leichter und mäßiger Form vorgesehen. Sie hemmen die Reizempfindlichkeit der Schmerzrezeptoren - lindern also direkt am Ausgangspunkt: an den Nervenenden. Außerdem wirken die Medikamente gegen Fieber und Entzündungen.

Letzteres bekämpft der fünfte Wirkstoff nicht so gut: Paracetamol richtet gegen eine Entzündung kaum etwas an. Das liegt daran, dass sich der Wirkstoff im Rückenmark und im Gehirn entfaltet - also nicht direkt vor Ort. Dafür lindert das Arzneimittel Schmerzen und senkt Fieber. 

Schmerztabletten sind keine Süßigkeiten

In der richtigen Dosis sind die Schmerzmittel gut verträglich. Trotzdem unterschätzen viele Deutsche die Nebenwirkungen von rezeptfreien Medikamenten. Sie können Leber-, Magen- und Nierenschäden verursachen. Deswegen sollten die Schmerzmittel ohne ärztliche Verordnung maximal vier Tage am Stück genommen werden. Bei dauerhaften Schmerzen ist es dringend ratsam einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache untersuchen zu lassen.

Zusammengefasst: Welches Schmerzmittel für welche Beschwerden?

Azetylsalizylsäure (ASS):

- bei leichten bis mäßigen Schmerzen
- fiebersenkend und entzündungshemmend
- in niedriger Dosis (100 ml/Tag) als Blutverdünner geeignet
- nicht geeignet für: Kinder unter 12 Jahren und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel

Paracetamol:

- bei leichten bis mäßigen Schmerzen
- fiebersenkend
- nicht geeignet für: Personen mit einem Leberleiden, Menschen, die viel Alkohol trinken

Ibuprofen:

- bei leichten bis mäßigen Schmerzen
- fiebersenkend und entzündungshemmend
- geeignet für Kopf-, Glieder-, Gelenk-, Regel-, Wund- und Zahnschmerzen
- nicht geeignet für: Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel
- generell nur kurzzeitig und in geringer Dosis verwenden

Diclofenac:

- bei leichten Schmerzen
- fiebersenkend und entzündungshemmend
- vor allem bei Sportverletzungen und Gelenkschmerzen
​- generell nur kurzzeitig und in geringer Dosis verwenden
- nicht geeignet für: Kinder unter 14 Jahren und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel

Naproxen:

- bei leichten bis mäßigen Schmerzen
- fiebersenkend und entzündungshemmend
- geeignet für Kopf-, Glieder-, Gelenk-, Regel-, Wund- und Zahnschmerzen
- nicht geeignet für: Kinder unter 12 Jahren und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel.

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