Schmerzensgeld: Gericht verweigert gelähmter Frau Entschädigung

Angelika Mincke kämpft für ihr Recht

Eine solche Diskriminierung kann man wirklich kaum fassen: Ein Gericht in Schleswig-Holstein will einer querschnittsgelähmten Frau kein Schmerzensgeld zusprechen, obwohl sie sich auf einem Behindertenparkplatz schwer verletzt hatte. Die Begründung: Sie könne gar keine Schmerzen spüren.

Die querschnittsgelähmte Angelika Mincke musste einen Planungsfehler mit einem schmerzhaften Sturz bezahlen: In der Stadt Ratzeburg klaffen auf einem gepflasterten Behindertenparkplatz drei Zentimeter breite Spalten, in die sie mit ihrem Rollstuhl geriet und das Gleichgewicht verlor. Die Folge war ein gebrochenes Sprunggelenk und drei Monate Bettlägerigkeit. Das Opfer kämpft seitdem um sein Recht - und musste dabei schon einiges einstecken.

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