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Schmerzen in der Brust: Diese Ursachen können dahinter stecken

Mammographie kann Leben retten
Mammographie kann Leben retten Röntgenuntersuchung zur Brustkrebsvorsorge 00:01:54
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Schmerzen in der Brust können viele Ursachen haben und es muss nicht immer schlimm sein

Mit Schmerzen in der Brust hat jede Frau hin und wieder zu kämpfen. Von einem Spannungsgefühl bis hin zu richtigen Schmerzen können Brustbeschwerden uns im Alltag einschränken. 

Schmerzende Brüste sind nicht nur eine Begleiterscheinung der Frauengesundheit, sondern können auch ernste Ursachen haben, die Sie unbedingt abklären lassen sollten. Wir verraten Ihnen woher die Schmerzen in der Brust kommen können.

Schmerzen in der Brust im Zusammenhang mit dem Zyklus

Viele Frauen kennen das Problem, vor allem vor der Menstruation: Ziehen, Spannen und ein Schweregefühl oder sogar Schmerzen in der Brust. Die sogenannte Mastodynie kann bis zu zwei Wochen vor der Regelblutung auftreten und wird von der hormonellen Veränderung während der Zyklus ausgelöst. Vor allem ab dreißig Jahren sind viele Frauen von den Beschwerden betroffen.

In der ersten Zyklushälfte dominieren die Östrogene, wohingegen es in der zweiten Hälfte das körpereigene Gestagen Progesteron ist. Diese Schwankungen rufen Wassereinlagerungen in den Brüsten hervor, was als Auslöser der Schmerzen in der Brust gesehen werden kann.

Auch das Hormon Prolaktin, das während der zweiten Zyklusphase ansteigt, beeinflusst das Brustgewebe. Die Brust wird stärker durchblutet, da sie ja eigentlich auf die Produktion von Milch vorbereitet werden soll. Auch die Drüsenzellen stellen sich auf eine mögliche Schwangerschaft ein: Sie beginnen zu wachsen und bilden verstärkt Sekret.

Lassen Sie Ihre Brüste am besten während der Periode untersuchen, da Frauen häufig während der gebärfähigen Zeit eine fibrozystische Mastopathie entwickeln. Mit ihr gehen zyklisch betonte Scherzen in der Brust einher. Ein Arzt kann entsprechende Veränderungen beispielsweise mit einer Ultraschalluntersuchung der Brust (Mamma-Sonografie) erkennen. Laut Apotheken Umschau dient diese Untersuchung auch der Krebsvorsorge, da einzelne Formen der fibrozystischen Mastopathie das Brustkrebsrisiko geringfügig erhöhen können.   

Ein Lichtblick: Mit den Wechseljahren verschwindet nicht nur die Periode, sondern auch die Schmerzen in der Brust als Begleiterscheinung. Spannungsgefühle werden vor allem durch das Brustdrüsengewebe hervorgerufen, dessen Struktur sich während der Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit und in den Wechseljahren verändert.

Zyklusunabhängige Schmerzen in der Brust

Handelt es sich um zyklusunabhängige Schmerzen in der Brust, wird häufig der Fachbegriff Mastalgie verwendet. So werden auch Beschwerden in der männlichen Brust bezeichnet.

Treten Schmerzen in der Brust auf, ist die Ursache häufig davon abhängig, in welcher Lebensphase sich die Frau befindet.

Nicht schwangere Frau, vor den Wechseljahren: Hier werden Brustschmerzen meist von hormonellen Verhütungsmitteln ausgelöst. Frauen reagieren sehr unterschiedlich auf die Einnahme der Pille, allerdings sind Schmerzen in der Brust eine bekannte Nebenwirkung östrogenbetonter Pillen. Auch Verhütungsstäbchen können Schmerzen in der Brust auslösen.

Schwangere Frau und frisch gebackene Mutter: In der Schwangerschaft und während der Stillzeit reifen die Brustdrüsen vollständig aus. Schwere Brüste und Schmerzen sind eine natürliche Begleiterscheinung während dieser Zeit. Sollte sich ein Milchstau gebildet haben, erkennen Sie das an begrenzten Verhärtungen, die Sie als Knubbel spüren können. Auf eine Brustentzündung deuten Rötungen und Überwärmung hin. Außerdem kann Fieber auftreten. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen. 

Frau in den Wechseljahren: In diesem letzten, natürlichen hormonellen Einschnitt der Frau wird die Produktion von Geschlechtshormonen herabgesenkt. Dadurch gehen zyklusabhängige Schmerzen in der Brust zurück. Nimmt eine Frau jedoch ersatzmäßig Hormone ein, können sich wiederum Brustschmerzen entwickeln. Dann sollte ein Arzt befragt werden, ob eventuell die Hormondosis zu hoch ist.

Frau jeden Alters: Eine Brustentzündung unabhängig vom Stillen (Mastitis non puerperalis) entwickelt sich nur selten. Diese kann beispielsweise durch Bakterien ausgelöst werden. Schmerzen in der Brust können außerdem eine Begleiterscheinung anderer Krankheiten sein.

Der Gang zum Arzt

Ziehen Sie bei zyklusunabhängigen Brustschmerzen immer einen Arzt zu Rate, um schlimmere Krankheiten ausschließen zu können. So kann beispielweise eine Zyste hinter den Beschwerden stecken, die gegebenenfalls entfernt werden muss.

Übrigens: Die Apotheken Umschau schreibt, dass Schmerzen in der Brust kein typisches Symptom für Brustkrebs sind. Brustschmerzen treten dabei nur sehr selten auf. 

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