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Schluss mit Schnupfen? Forscher entwickelt Impfstoff gegen Rhinoviren

Bei Schnupfen hilft nur Naseputzen
Schnief! Erwachsene fangen sich durchschnittlich zwei bis vier Mal pro Jahr einen Schnupfen ein. Kinder deutlich häufiger. © iStockphoto

Ist die Schniefnase bald Vergangenheit?

Sie gehört zu Herbst und Winter wie Regen und Kälte - die Schniefnase. Doch damit könnte es bald vorbei sein, denn laut 'BILD am Sonntag' arbeitet der Allergologe Professor Rudolf Valenta mit seinem Team vom Allgemeinen Krankenhaus im neunten Wiener Bezirk an einem Impfstoff gegen die sogenannten Rhinoviren, die Schnupfen verursachen. 

Mehr als 100 unterschiedliche Schnupfen-Virenstämme gibt es. Sie sorgen dafür, dass die Nase läuft. Und das wahrscheinlich schon seit Anbeginn der Menschheit. Das Problem: Unser Immunsystem hat eine Sicherheitslücke. Die Antikörper des Immunsystems kleben nicht an der Außenhülle der Viren. "Der Trick ist, die Immunreaktion auf andere Stellen des Virus zu richten", sagte Professor Valenta der 'BILD am Sonntag'. Inzwischen hat Valenta einen entsprechenden Stoff patentieren lassen. Eine Impfung gegen Schnupfen könnte so aussehen: Der Patient lässt sich spezielle Proteine spritzen, die im Organismus die Bildung von Rhinovirus-Antikörpern auslösen.

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Bis die Schniefnasen-Impfung Standard ist, wird es wohl noch zehn Jahre dauern. So lange dauert die Entwicklung samt Zulassungsprozess. Auch Allergiker könnten von einer Impfung gegen Rhinoviren profitieren. Eine Art Frühwarnsystem soll zeigen, ob Kinder eine Allergie - beispielsweise Heuschnupfen - entwickeln.   

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