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Schlittschuhlaufen auf Seen: Darauf müssen Sie achten

Schlittschuhlaufen auf Seen
Um beim Schlittschuhlaufen nicht einzubrechen, sollten einige Regeln eingehalten werden. © dpa, A3530 Ken Liu

Richtiges Verhalten beim Eislaufen auf Seen

Die Eisschicht auf einem See kann unterschiedlich dick sein. Gründe hierfür können Strömungen, Gasbläschen aus schlammigem Untergrund, Bodenwärme und mehr sein. Wo Schilf und Co. wachsen, dauert es grundsätzlich länger, bis eine tragfähige Eisschicht entsteht.

Generell sollte man sich direkt an einige grundlegende Dinge halten vor dem Betreten einer Eisfläche. Dazu gehören das Beachten der Warnschilder, Sperrzonen nicht zu betreten, die Überprüfung der Festigkeit der Eisfläche, Beachtung von Rissen und Sprüngen im Eis und das besonders bei Tauwetter äußerste Vorsicht geboten ist.

Versuchen Sie die Eisdicke festzustellen, ohne hierfür das Ufer zu verlassen. Mehr als fünf Zentimeter sollten für einen erwachsenen Menschen ausreichen. Wirklich sicher kann man allerdings erst bei acht bis zehn Zentimetern sein.

Vorsicht, wenn kleine Bäche oder Flüsse in den See fließen. An diesen Stellen ist das Eis deutlich dünner. Außerdem sind schneebedeckte Eisflächen dünner als schneefreie.

Seien Sie auf dem Eis am Anfang vorsichtig. Springen Sie nicht gleich herum und klopfen Sie nicht wie wild mit dem Fuß darauf herum. Beobachten Sie vielmehr das Eis: knackt es bedrohlich, treten gar Risse auf oder wirkt alles einbruchsicher?

Wenn Sie ein Fischereiloch auf sicherem(!) Eis entdecken, sollten Sie in sicherem Abstand Zweige zur Markierung um das Loch herumlegen, um andere Menschen vor dem Loch zu warnen.

Was ist, wenn ein anderer einbricht?

Rufen Sie als erstes Hilfe oder beauftragen Sie einen Passanten dies zu tun. Die Notrufnummern 110 und 112 sind in diesem Fall immer richtig. Beachten Sie, dass die Feuerwehr im Zweifel einen Lotsen zur Unglückstelle braucht. Sprechen Sie also auch hierfür Passanten an.

Gehen Sie auf keinen Fall einfach zu dem Eingebrochenen hin, sondern halten Sie sicheren Abstand zum Eisloch und reden Sie ruhig auf ihn ein.

Wenn sich der Eingebrochene nicht mehr halten kann, werfen Sie ihm ein Seil zu, den Ärmel eines langen Mantels oder nähern Sie sich ihm vorsichtig auf dem Bauch liegend um ihm einen langen Ast zu reichen. Halten Sie aber immer einen respektvollen Abstand, denn das Eis um die Einbruchstelle ist hauchdünn.

Ihre eigene Sicherheit geht vor! Spielen Sie nicht den Helden, sonst müssen vielleicht zwei Leute aus dem Wasser gerettet werden. An vielen Gewässern sind Rettungsringe am Ufer angebracht. Wenn auch Sie diese Möglichkeit haben, werfen Sie dem Eingebrochenen einen Rettungsring zu. Achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang einmal darauf!

Und wenn Sie selbst im Eis einbrechen

Wenn Sie selbst ins Eis eingebrochen sind, versuchen Sie unbedingt Ruhe zu bewahren und machen Sie auf sich aufmerksam.

Bereits nach wenigen Minuten im Wasser werden Ihre Glieder in der Kälte so steif, dass alle Versuche einer Selbstrettung scheitern werden.

Versuchen Sie dann nicht in Panik zu geraten und halten Sie sich an der Wasseroberfläche. Es wird Hilfe kommen.

Was ist nach der Rettung wichtig?

Besonders wichtig ist es den Eingebrochenen nach der Rettung in Decken oder dicke Jacken einzuwickeln, bis der Rettungsdienst eintrifft. Der Körper soll sich langsam erwärmen, da sich bei der Kälte die Blutgefäße zusammengezogen haben um die Warmhaltung des Körperkerns zu gewährleisten. Gelangt kaltes Blut zu schnell zum Herz kann dies zu einem Kältschock führen, der unter Umständen einen Herzstillstand auslöst.

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