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Schlimme Kinderflaute in Deutschland

Geburtenzahl sinkt weiter
In Deutschland werden immer weniger Babys geboren. © Chuck Collier Schmidt

Wollen die Deutschen keine Kinder mehr?

Krippenausbau, Elterngeld und Vätermonaten zum Trotz – Deutschland steckt in einem neuen Geburtentief: Im Jahr 2009 kamen hierzulande 651.000 Kinder zur Welt - und damit rund 30.000 Kinder weniger als 2008. Doch woran liegt es, dass die Zahl der Geburten immer weiter sinkt?

Während sich in anderen Industriestaaten Besserung abzeichnet, kommen hierzulande so wenige Kinder zur Welt wie seit Jahrzehnten nicht. Dabei hat eine bevölkerungsrepräsentative Single-und Partnerstudie von Parship ergeben, dass für viele Deutsche Nachwuchs das schönste Geschenk darstellt: Kinder bringen Leben in die Bude und erweitern den eigenen Horizont. Idealerweise hätte jeder Deutsche im Schnitt gerne zwei Kinder.

Blickt man jedoch auf die Realität, zeigt sich ein ernüchterndes Bild: Tatsächlich liegt die letzte offizielle Kinderzahl je Frau im Alter zwischen 15 und 49 Jahren bei gerade einmal durchschnittlich 1,38. Damit klaffen Kinderwunsch und Wirklichkeit in Deutschland weit auseinander. Was aber sind die Gründe dafür?

Finanzielle Unsicherheit fördert Kinderlosigkeit

Die Parship-Studie bestätigt, was Experten vermuten: Verantwortlich für das deutsche Baby-Minus ist die unsichere Finanzsituation. Denn für 31 Prozent der Befragten ist die Sorge vor finanziellen Schwierigkeiten der Hauptgrund, keine Kinder zu bekommen. Aber auch am richtigen Partner mangelt es oft: 27 Prozent ist der oder die Richtige zur Gründung einer Familie noch nicht begegnet.

Dies sind die am häufigsten genannten Gründe für (unfreiwillige) Kinderlosigkeit:

1. Finanzielle Unsicherheit (31%)

2. Fehlender Partner zur Familiengründung (27%)

3. Subjektiv empfundene Unreife (26%)

4. Angst vor Freiheitsverlust (24%)

5. Angst vor Karriereeinbruch (15%)

6. Keine Zeit (14%)

7. Angst vor der Verantwortung (10%)

7. Medizinische Gründe (10%)

Für diese bevölkerungsrepräsentative Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG rund 2.000 Singles und Nicht-Singles zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

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