Schleimpfropf geht ab: Eindeutiges Anzeichen für die Geburt?

Wenn der Schleimpfropf abgeht, ist es nicht mehr lang bis zur Geburt.
Schleimpfropf geht ab - Muttermund öffnet sich! © picture alliance / Bildagentur-o

Wenn der Schleimpropf abgeht, ist es langsam so weit

Gegen Ende der Schwangerschaft achten wir besonders sensibel auf jedes Zeichen unseres Körpers, das uns sagt, dass das Finale grande nun bevorsteht. Und da passiert es auch schon: Der Schleimpfropf geht ab! Hier erfahren Sie, was genau der Schleimpfropf ist und wie Sie sich nach dessen Abtreten verhalten sollten.

Was ist der Schleimpfropf?

Der Schleimpfropf wirkt wie ein natürliches Schutzschild für die Gebärmutter: Indem er den Muttermund – genauer gesagt den Zervixkanal – verschließt, schirmt er so die Gebärmutter vor gefährlichen Eindringlingen wie Keimen und Krankheitserregern ab. Zudem stabilisiert er die Gebärmutter und schützt die werdende Mutter so vor einer Frühgeburt.

Wenn sich der Muttermund jedoch kurz vor der Geburt langsam zu öffnen beginnt, löst sich der Schleimpfropf und geht ab. Er ist also eines der ersten Anzeichen, dass es bis zur Geburt nicht mehr allzu lang dauern wird. Zudem produziert Ihr Körper gegen Ende der Schwangerschaft sogenannte Prostglandine – Hormone, die das Zervixgewebe verändert, was ebenfalls dazu führen kann, dass sich der Schleimpfropf löst.

Sie erkennen ihn – wie der Name schon sagt – an einer schleimigen Konsistenz, oft vermischt mit ein wenig Blut. Allerdings bemerkt nicht jede Frau, dass ihr Schleimpfropf abgegangen ist.

Schleimpfropf geht ab: Muss ich jetzt direkt ins Krankenhaus?

Haben Sie bemerkt, der Schleimpfropf geht ab, dann verfallen Sie nicht in Hektik! Ja, es ist ein Anzeichen der Geburt – aber Ihre gepackte Krankenhaustasche können Sie noch entspannt in der Ecke stehen lassen. Denn dieses Anzeichen deutet zwar auf das Ende der Schwangerschaft hin, doch geht der Schleimpfropf in der Regel ein bis zwei Tage vor Einsetzen der Geburtswehen ab. Es ist jedoch möglich, dass Sie, nachdem sich der Pfropf gelöst hat, bereits leichte Wehen verspüren.

In seltenen Fällen geht der Schleimpfropf sogar bis zu zwei Wochen vor der Geburt ab. Hier sollten Sie, falls Sie unsicher sind, weshalb die Geburt trotz Abgang nicht beginnt, mit Ihrer Hebamme sprechen. Sie kann kontrollieren, ob soweit alles normal verläuft. Sprechen Sie ebenfalls mit Ihrer Hebamme, falls Sie nach dem Lösen des Pfropfes ungewöhnlich viel Blut verlieren.

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