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Schlechter Schlaf so ungesund wie Rauchen

Endlich wieder durchschlafen
Endlich wieder durchschlafen Jeder Fünfte hat Schlafprobleme 00:06:26
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Studie: Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind ungesund

Wer nachts schlecht schläft, hat ein ebenso hohes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko wie ein Raucher. Schon weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind gesundheitsgefährdend. Das ist das Ergebnis einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wie die 'Dailymail' berichtet.

Unter der Leitung von Professor Valery Gafarov wurden im russischen Novosibirsk 657 Probanden hinsichtlich ihres Schlafes und seiner Auswirkungen auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Die Studie startete bereits 1994 und die 25 bis 64 Jahre alten Studienteilnehmer hatten zuvor weder einen Herzinfarkt, noch einen Schlaganfall oder litten an Diabetes. Ziel der Studie war es, weitere Ursachen für Herz-Kreislauf-Krankheiten herauszufinden. Dabei nahm man an, dass Schlafstörungen ebenso das Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiko erhöhen wie das gewohnheitsmäßige Rauchen, Bewegungsmangel oder schlechte Ernährung.

Die Schlafqualität der Probanden wurde anhand der 'Jenkins-Schlaf-Skala' bewertet. Bei denjenigen, die sehr schlecht, schlecht oder wenig schliefen, gingen die Experten davon aus, dass sie an einer Schlafstörung leiden. Sie wurden daraufhin über einen Zeitraum von 14 Jahren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet. Es zeigte sich, dass fast 63 Prozent der Teilnehmer, die an Schlafstörungen litten, auch einen Herzinfarkt hatten. Menschen, die schlecht schlafen, haben demzufolge ein doppeltes Herzinfarkt-Risiko. Das Schlaganfallrisiko ist laut Studie für solche, die weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen, sogar viermal so hoch. Weitere Untersuchungen zeigten außerdem eine Verbindung zwischen Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen.

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