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Schlank bleiben nach Diät: Dank Hormon-Umstellung halten Sie Ihr Gewicht dauerhaft

Dauerhauft schlank: SO vermeiden Sie den Jo-Jo-Effekt!
Dauerhauft schlank: SO vermeiden Sie den Jo-Jo-Effekt! Geduld zahlt sich aus 00:00:32
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Hormone regulieren Hunger- und Sättigunsgefühl

Eigentlich jeder, der eine Diät macht, möchte nicht nur kurzfristig abnehmen, sondern sein Gewicht auf Dauer halten. Bei vielen bleibt es jedoch bei dem Wunsch. Denn der berüchtigte Jo-Jo-Effekt macht den Gewichtsverlust nach dem Ende der Diät häufig wieder zunichte. Nicht selten wiegt man nach einer Diät sogar mehr als vorher: Dänische Forscher der Universität Kopenhagen haben nun jedoch herausgefunden, wie Sie Ihren Körper überlisten und das geringere Körpergewicht dauerhaft halten können: Und zwar, indem Sie Ihre Hormone einfach umprogrammieren. Ihre Ergebnisse haben die Forscher nun im Fachmagazin ‚European Society of Endocrinology‘ veröffentlicht.

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler 20 übergewichtige, ansonsten aber gesunde Menschen über einen Zeitraum von insgesamt 60 Wochen beobachten. Die Studienteilnehmer haben dabei in den ersten acht Wochen eine strenge Diät eingehalten. Dadurch haben sie durchschnittlich 13 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Im darauf folgenden Jahr mussten die Teilnehmer einen strikten Ernährungsplan einhalten, um ihr Gewicht zu halten. Gleichzeitig mussten sie ihr Körpergewicht protokollieren. Vor und nach der Diät sowie am Ende der insgesamt 60-wöchigen Studie nahmen die Probanden eine Mahlzeit mit 600 Kalorien zu sich. Im Anschluss daran wurde jeweils die Konzentration an bestimmten Hormonen wie beispielsweise GLP-1, PYY 3-36 oder Grhelin im Blut bestimmt. All diese sind für die Steuerung des Hunger- und Sättigungsgefühls verantwortlich.

So umgehen Sie den gefürchteten Jo-Jo-Effekt

Das Ergebnis: Alle Studienteilnehmer haben ihr Gewicht nach der Diät über den Zeitraum von einem Jahr gehalten. Die Konzentration an GLP-1 im Blut ist direkt nach der Diät um 40 Prozent gestiegen, nach weiteren 52 Wochen sogar um 62 Prozent gegenüber dem Ausgangswert vor der Diät. Das Darmhormon GLP-1 ist von zentraler Bedeutung für die Auslösung des Sättigungsgefühls. Auch die Blutkonzentration an PYY 3-36 hat deutlich zugenommen. Auch dieses Darmhormon hat eine appetithemmende Wirkung. Im ähnlichen Maße, wie die Konzentration an GLP-1 und PYY 3-36 gestiegen ist, ist die von Ghrelin gesunken. Das als Hunger-Hormon bekannt Ghrelin wirkt appetitanregend und ist somit ein Gegenspieler zu GLP-1 und PYY 3-36: Je weniger Ghrelin wir im Blut haben, umso geringer also das Hungergefühl.

Dies zeigt: Der Körper gewöhnt sich an weniger Kalorien und passt das Gefühl von Hunger und Sättigung über die Hormone entsprechend an. Wenn Sie es also schaffen, Ihr Gewicht nach einer Diät durch eine gedrosselte Kalorienzufuhr über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr zu halten, akzeptiert Ihr Körper Ihr neues Gewicht als gegeben. Sie haben weniger Hunger und sind schon nach kleineren Mahlzeiten satt als zum Zeitpunkt vor der Diät. Auf diese Weise können Sie Ihr (neues) Gewicht dauerhaft halten. Stark bleiben lohnt sich also.

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