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Schlaganfall-Symptome erkennen mit dem 'FAST'-Test

Das sollten Sie über den Schlaganfall wissen
Das sollten Sie über den Schlaganfall wissen Alarmsignale des Körpers erkennen und beachten 00:02:42
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Drei einfache Aufgaben helfen, einen Schlaganfall zu erkennen

Nach einem Schlaganfall zählt jede Minute. Erhalten Betroffene nicht schnell genug Hilfe, sinkt die Chance rapide, alles ohne geistige und körperliche Folgeschäden zu überstehen. Wichtig ist, dann so schnell wie möglich Hilfe zu leisten. Durch den sogenannten FAST-Test finden Sie schnell heraus, ob jemand einen Schlaganfall hatte.

Schlaganfall-Symptome erkennen
Mit dem sogenannten 'FAST-Test' finden auch Laien schnell heraus, ob jemand einen Schlaganfall hatte.

Die Abkürzung FAST steht für die vier Begriffe Face (Englisch für Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). In dieser Reihenfolge testen Sie mit drei einfachen Übungen, ob körperliche Fertigkeiten der Betroffenen eingeschränkt sind.

Face (Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Wenn Sie merken, dass es ihr sichtlich schwer fällt oder ihre Gesichtszüge sich verschieben und die Mundwinkel herunterhängen, rufen Sie unbedingt sofort die 112 an!

Arms (Arme): Bitten Sie die betroffene Person gleichzeitig beide Arme anzuheben und gerade vom Körper weg zu strecken. Gelingt das nicht, sollten Sie auch sofort die 112 anrufen.

Speech (Sprache): Lassen Sie die betroffene Person einen einfachen Satz nachsprechen. Zum Beispiel: „Ich trinke jetzt einen Kaffee.“ Schlaganfall-Patienten geben häufig nur ein unverständliches Kauderwelsch von sich, brechen selbst bei kurzen Sätzen mittendrin plötzlich ab oder werden sehr undeutlich. Auch das gilt als sicheres Zeichen für einen drohenden Schlaganfall.

Time (Zeit): Jede Minute zählt. Wenn nur eine dieser einfachen Übungen länger als fünf Sekunden dauert, verständigen Sie sofort die Notfallnummer 112. Diese Nummer gilt europaweit! Bei einem Anruf in den Feuerwehr-Leitstellen wird mit wenigen präzisen Fragen der Schlaganfallverdacht geklärt. Sollte der Rettungswagen doch einmal umsonst kommen, müssen Sie keine Konsequenzen fürchten. Lieber einmal zu oft angerufen als einmal zu wenig.

Was tun, bis die Rettungskräfte da sind?

Im Schnitt sind die Rettungskräfte in neun Minuten vor Ort. Bis dahin sollten Sie dem Betroffenen auf keinen Fall etwas zu essen oder trinken geben. Durch die Lähmungserscheinungen könnte es zu Schluckbeschwerden kommen, die Nahrung läuft durch die Atemwege in die Lunge und kann eine schwere Lungenentzündung zur Folge haben.

Lassen Sie die betroffene Person in dieser Phase auf gar keinen Fall alleine, lockern sie gegebenenfalls ihre Kleidung und sorgen Sie für eine erhöhte Position des Oberkörpers, zum Beispiel indem Sie ihr ein Kissen in den Rücken legen. Leidet die betroffene Person an Erbrechen oder wird sogar bewusstlos, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage. Sollte der Extremfall auftreten und kein Puls oder keine Atmung mehr feststellbar sein, beginnen Sie unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Der eintreffenden Notarzt wird außerdem nach folgenden Informationen fragen: Welche Symptome sind aufgetreten? Welche Medikamente nimmt der Patient regelmäßig? Was ist die genaue Uhrzeit des Auftretens der ersten Symptome?

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