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Schlaganfall-Gen entdeckt: Gehört das Gen FOXF2 zu den Schlaganfall-Ursachen?

Schlaganfall-Gen: FOXF2 erhöht Hirnschlag-Risiko
Schlaganfall-Gen: FOXF2 erhöht Hirnschlag-Risiko Bessere Behandlung möglich? 00:00:25
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Erhöht FOXF2 das Risiko einen Schlaganfall zu bekommen?

Jedes Jahr erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, auch Hirnschlag oder Hirninfarkt genannt. Schon lange suchen Mediziner nach Möglichkeiten und Medikamenten, um diese Erkrankung besser behandeln zu können. Und das kann nun Wirklichkeit werden. Forscher haben nämlich etwas Unglaubliches entdeckt: das Gen FOXF2.

Die Wissenschaftler der Boston University School of Medicine und der Universität von Bordeaux in Frankreich analysierten die Daten von rund 85.000 Menschen, die zwischen 1948 und 2013 gesammelt worden waren. In diesem Zeitraum erlitten von diesen Personen etwa 4.300 einen Schlaganfall.

In einer genauen Genom-Analyse untersuchten die Wissenschaftler daraufhin alle Daten derer, die einen Schlaganfall erlitten. So wollten sie gemeinsame genetische Variationen finden, die mit dem Schlaganfall in Verbindung stehen. Und sie hatten Erfolg: Sie identifizierten das Gen FOXF2 neu, das das Risiko für Schlaganfälle und Demenz erhöhen soll.

Neue Medikamente gegen Demenz und Schlaganfall?

Die Forscher entdeckten, dass dieses Gen Gefäße in unserem Gehirn beschädigt und dafür sorgt, dass sich diese verkleinern. Durch die Schädigungen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Demenz oder einen Schlaganfall. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift 'Lancet Neurology'. Aber was verändert sich durch diese Erkenntnis?

Die Entdeckung könnte dazu führen, dass neue Medikamente für diese beiden am häufigsten auftretenden neurologischen Erkrankungen entwickelt werden. Und das ist wirklich nur zu hoffen! Denn erleiden Menschen einen Schlaganfall oder erkranken an Demenz, beeinflusst das ihr gesamtes Leben und auch das ihres Umfeldes.

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