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Schlaganfall: Das Risiko lässt sich von den Augen ablesen

Schlaganfall: Das Risiko lässt sich von den Augen ablesen

Schlaganfall: Je größer die Netzhautschäden, desto größer das Risiko

Bluthochdruck ist eine der Hauptursachen für einen Schlaganfall: Forscher aus Singapur fanden heraus, wie man an den Augen, beziehungsweise der Netzhaut ablesen kann, ob man ein Risikopatient ist - so 't-online.de'.

"Die Netzhaut liefert wichtige Informationen über den Zustand der Blutgefäße im Gehirn", erklärt Studienleiter Mohammed Kamran Ikram vom Augen-Forschungszentrum der Universität Singapur. Die Augen von 3.000 Bluthochdruckpatienten wurden von den Forschern auf Netzhautschäden untersucht und fotografiert - über einen Zeitraum von dreizehn Jahren. Die Ergebnisse der Studie wurden im Magazin der 'Amercian Heart Association Hypertension' veröffentlicht.

Bluthochdruck kann die Gefäße der Netzhaut schädigen und so eine sogenannte hypertensive Retinopathie hervorrufen. Sind diese Schäden erst einmal sichtbar, kann man anhand ihrer Stärke bestimmen, wie hoch das Risiko ist, einen Schlaganfall zu erleiden - sprich: Je größer die Schädigung, desto größer das Risiko.

Bei ihrer Studie stellten die Forscher fest: Patienten, die nur eine leichte Netzhautschädigung aufwiesen, hatten immerhin schon ein um 35 Prozent höheres Schlaganfall-Risiko, als Blutdruckpatienten mit gesunder Netzhaut. Bei Patienten mit stark fortgeschrittener Netzhauterkrankung erhöhte sich das Risiko sogar um bis zu 200 Prozent!

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