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Schlafstörungen sind ein ernstes Gesundheitsrisiko

Einschlafen leicht gemacht: Diese Tipps können helfen!
Einschlafen leicht gemacht: Diese Tipps können helfen! Besser einschlafen mit diesen Tipss 00:05:31
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Schlafstörungen: Besser nicht unterschätzen!

Schlafstörungen entwickeln sich zunehmend zur Volkskrankheit, dabei wird das Gesundheitsrisiko unterschätzt. Doch Neurologen warnen - Schlaganfall, Diabetes und Demenz drohen.

Schlafstörungen sind ein ernstes Gesundheitsrisiko
© picture alliance / Bildagentur-o

Fast ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir schlafend. Reine Zeitverschwendung? Ganz im Gegenteil: Neurologen haben herausgefunden, dass die Notwendigkeit von ausreichend erholsamem Schlaf oft unterschätzt wird. Schlafmangel kann sogar zu ernsten Gesundheitsrisiken führen.

Wie der 'Stern' berichtet, ist das Problem mittlerweile sehr verbreitet: "In unserer Informationsgesellschaft schlafen wir ein bis eineinhalb Stunden kürzer als noch in den 1960er Jahren", sagt Geert Mayer, Neurologe und Chefarzt der Hephata-Klinik in Schwalmstadt. "Wir haben relativen Schlafentzug - alle."

Neurologen haben festgestellt, dass viele Krankheiten, wie Demenz, Parkinson, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen durch Schlafstörungen begünstigt werden, da bei chronischem Schlafmangel das Gehirn dauerhaft geschädigt werden könne und auch der Stoffwechsel beeinträchtigt werden. Außerdem erhöhe sich bei Menschen mit Schlafstörungen das Krebsrisiko. Und: Schlafstörungen können Vorboten einer Depression sein.

Einschlafprobleme: Wenn Schlafen Schwerstarbeit wird

Wer ausnahmsweise mal eine Nacht zu wenig geschlafen hat, hat demnach noch keine schweren Krankheiten zu befürchten - doch seine Hirnfunktionen sind stark eingeschränkt. Konzentration und Lernfähigkeit lassen nach - das weiß jeder, der schon einmal vor einer Prüfung den Fehler gemacht hat, die Nacht durch zu lernen. Lokführer und LKW-Fahrer müssen nicht umsonst ihre Ruhezeiten einhalten.

Doch ein Problem ist: Viele Menschen haben ihre Selbstwahrnehmung - wie oft auch beim Essen - in der modernen Leistungsgesellschaft verloren und wissen gar nicht, wieviel Schlaf sie eigentlich benötigen. Das können nämlich, je nach Veranlagung, zwischen fünf und neun Stunden sein - im Schnitt sind es sieben.

Viele Menschen wünschen sich im wahrsten Sinne des Wortes eine "Gute Nacht": Unruhiges Hin- und Herwälzen und Immer-wieder-hochschrecken bestimmen ihre Nächte und lassen sie sich tagsüber müde und krank fühlen. Auch die sogenannte Schlafapnoe - plötzliche Atemaussetzer - sind für viele Betroffene ein echtes Problem, das sie um den erholsamen Nachtschlaf bringt.

Und doch versuchen viele Menschen, durch kleine Tricks ihren Schlafbedarf zurückzufahren, um mehr Zeit für ihre vermeintlich wichtigeren Aktivitäten zu haben. Aber auch ein durchaus gesunder Mittagsschlaf von zwanzig Minuten Dauer kann keinesfalls zwei Stunden Tiefschlaf in der Nacht ersetzen.

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