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Schlafstörungen? Diese Tipps helfen bei Insomnie

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit
Von wegen 'gute Nacht' - Millionen Menschen liegen die halbe Nacht wach. Dabei ist gesunder Schlaf ein Muss für den Körper.

Unruhige Nächte: Schlafmangel ist eine Volkskrankheit

Rund 16 Millionen Deutsche leiden unter Schlafproblemen. Diese Zahl ist erschreckend. Und auch die Folgen von Schlafmangel haben es in sich.

Insomnie-Patienten können sich schlechter konzentrieren, sie sind häufig gereizt, leiden regelmäßig unter Kopfschmerz-Attacken und teilweise sogar unter Halluzinationen. Die Ursachen für Schlafmangel sind so vielfältig wie die Symptome.

Jede Nacht das gleiche Bild: Studentin Franziska Wagner wälzt sich in ihrem Bett hin und her. Es macht sie fast wahnsinnig, dass sie trotz Müdigkeit nicht einschlafen kann. "Je mehr Nächte ich vorher ich nicht gut geschlafen hab, desto größer wird der Druck, wenn ich abends im Bett liege. Das ist wie ein Teufelskreis", sagt die 24-Jährige.

Die Ärztin Dr. Samia Little Elk kennt sich mit Schlafmangel aus. Sie will Franziskas Problemen auf den Grund gehen - und der liegt häufig im Schlafzimmer. Beim Blick auf Franziskas Lebensgewohnheiten fällt der Expertin eine Sache sofort auf: Die Studentin steigt mit dem Laptop ins Bett. Arbeiten, lernen, E-Mails checken. Alles passiert im Schlafzimmer, nicht am Schreibtisch. Die 24-Jährige glaubt, dass sie dadurch besser einschlafen kann. Aber genau das hält sie wach.

Auch das Smartphone liegt regelmäßig neben dem Kopfkissen. "Allein schon, weil das Handy der Wecker ist", sagt Franziska. Aus Sicht der Ärztin ist das ein Problem. Schließlich ist das Smartphone eher eine Kommunikationszentrale als ein Weckdienst. Sobald eine SMS, ein Anruf oder eine Mail eingeht, leuchtet das Display auf - oder das Gerät vibriert. Wie soll ein Mensch so Ruhe finden?

Um die Schlafstörung genauer zu untersuchen, baut Dr. Little Elk das komplette Equipment eines Schlaflabors in Franziskas Wohnung auf: Eine Kamera, die Bewegungen im Schlaf beobachtet und Sensoren, die Zuckungen und Gehirnströme messen. Die Ärztin überwacht alles über eine Funkverbindung aus der Küche, nachts wird die Studentin zur Analyse des Schlafs verkabelt.

Bis Mitternacht ist Franziska aktiv, hängt noch Wäsche auf. Als sie dann ins Bett geht, schaltet sie erst mal noch ihr Laptop ein. Erst gegen 1.30 Uhr sieht es so aus, als wenn sie endlich schläft. Die Ärztin sieht das aber ganz anders. "Nein, sie schläft nicht, sie ist wach. Man sieht die Lidschläge noch von den Augen und ein eindeutiges Wach EEG. Ich glaube, ich bin näher am Schlaf dran, als Frau Wagner im Moment."

Wichtige Regeln für guten Schlaf

Wenn Sie in Zukunft durchschlafen wollen, sollten Sie diese Regeln auf jeden Fall beachten:

Das Bett ist kein Arbeitsplatz

Teilen Sie Ihre Wohnung ganz klar in einen Schlaf- und einen Arbeitsbereich auf. Optimalerweise stehen Bett und Schreibtisch in unterschiedlichen Räumen. In kleinen Wohnungen sind Raumteiler eine gute Möglichkeit, verschiede Wohnbereiche abzugrenzen.

Smartphones und Laptops verbannen

Zumindest aus dem Schlafzimmmer - und zu bestimmten Uhrzeiten. Ab 22 Uhr lagern Sie sämtliche Kommunikationsgeräte am besten in der Küche. Das Handy als Wecker zu benutzen, ist nicht sinnvoll. Technische Geräte gelten als Störquellen für den gesunden Schlaf. Nicht nur Handys und Computer haben im Schlafraum wenig verloren, auch der Fernseher gehört eher ins Wohnzimmer. Stand-By-Lichter und das leise Surren der Gerät beeinflussen uns unbewusst. Ihr Körper braucht Dunkelheit und Ruhe.

Frische Luft tut gut

Lüften Sie das Schlafzimmer vor der Bettruhe ordentlich durch. Also: 5 bis 10 Minuten das Fenster öffnen und danach wieder schließen (Zugluft vermeiden). Eine Zimmertemperatur von 18 bis 20 Grad ist optimal für erholsamen Schlaf.

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