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Schlafstörung statt ADHS bei hyperaktiven Kindern

Schlafstörung statt ADHS bei hyperaktiven Kindern
Schlafstörung statt ADHS bei hyperaktiven Kindern

ADHS: Schlafstörungen machen Kinder aktiv

Für besonders aktive Kinder, die einfach nicht still sitzen können und die ganze Zeit herumtollen, werden oft stigmatisiert: Sie leiden unter ADHS, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen aber: Es muss nicht unbedingt ADHS dahinterstecken. Auch Schlafstörungen führen bei Kindern zu ADHS-ähnlichen Symptomen.

Forscher der Uni Köln haben nämlich herausgefunden, dass ein unruhiger Schlaf, der beispielsweise durch Schnarchen oder Zähneknirschen ausgelöst wird, bei Kindern zur Folge hat, dass sie am nächsten Tag besonders aufgedreht und hibbelig sind. Erwachsene sind da ganz anders! Wenn sie nachts schlecht schlafen, sind sie am nächsten Tag müde, träge und ruhig.

Schlafstörungen werden von Eltern nicht entdeckt

In der Kölner Studie wurden 13.000 Eltern und deren Kinder vier Jahr lang beobachtet. Das Ergebnis: Ein Drittel aller Schlafstörungen bei Kindern wurden von den Eltern nicht registriert. Schnarchen wurde als normal und nicht schlafgefährdend empfunden und auch Zähneknirschen, das in vielen Fällen auf Albträume hinweist, wurde nicht ernst genommen. Dennoch beeinflusst es den Schlaf von Kindern erheblich. Die Folge sind Schlafstörungen, die sich am nächsten Tag in Hyperaktivität zeigen - und als ADHS-Symptome gedeutet werden.

Daher ist es ratsam, den Schlaf des Nachwuchses besonders unter die Lupe zu nehmen und die aufkommenden Schlafstörungen in jedem Fall behandeln zu lassen. Ein Kieferorthopäde oder der Zahnarzt sind in den Fall die ersten Adressen.

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