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Schlafrituale: So bedeutend sind sie für die Beziehung

Schlafrituale: So bedeutend sind sie für die Beziehung

Mann und Frau haben meist gegensätzliche Schlafrituale

Wie oft habe ich mir schon die Finger wund geschrieben, was es für das Liebesglück bedeutet, harmonisch und erfüllend zusammen zu schlafen. Damit meinte ich Beischlaf, also Sex. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass auch die normalen Schlafrituale jenseits aller Sexualität höchst bedeutend für Frau und Mann sind.

Es heißt ja „Wie man sich bettet, so liegt man“. Das gilt dann besonders, wenn man mit einem Mann das Bett teilt. Auf den Laken lauert großes Konfliktpotential.

Wie dumm, man freut sich als Single doch total auf die Aussicht, als Teil eines Paars endlich jeden Morgen neben dem Traummann aufzuwachen. Gemeinsames Einschlafen und Aufwachen gehört zu den innigsten Momenten einer Partnerschaft.

Die gute Nachricht: Wenn man gewisse Dinge im Bett beachtet, kann diese Innigkeit erhalten werden. Eine Gefahr, die es zu umschiffen gilt, ist zum Beispiel, dass Frauen dazu neigen, sich den Zubettgehzeiten ihres Liebsten anzupassen. Umgekehrt ist das eher selten. Da Männer in der Regel gern später ins Bett gehen als Frauen, bekommen Frauen oft zu wenig Schlaf. Entweder halten sie sich krampfhaft wach an seiner Seite, hocken neben ihm auf der Couch, während er liest oder vielleicht bis 2 Uhr morgens fernsieht.

Oder die Frauen warten im Bett sehnsüchtig auf den Mann. Das ist richtig bitter, die Laune sinkt mit jeder Minute, in der er nicht kommt. In schlimmen Fällen marschiert man auch alle Viertelstunde ins Wohnzimmer und nörgelt: „Wann kommst Du?“ Und er verspricht: „Gleich!“ 15 Minuten später ist der Kerl immer noch nicht im Bett. Klar, dass die Frau wütend wird. Klingelt am nächsten Morgen der Wecker kriegt sie kaum die Augen auf. Streit am Frühstückstisch vorprogrammiert.

Ich rate also den Damen, einfach öfters mal vor ihm das Licht auszuknipsen, sich auf die Seite zu rollen wie eine Katze und zu schlafen.

Wichtig ist: Bei Schlafritualen Kompromisse finden!

Weiterhin muss man sich damit befassen, dass das Bett groß genug ist. Liebende denken gern, Raum sei in der kleinsten Hütte und beziehen das auch auf das Bett. Falsch! Der häufigste Störfaktor beim Paarschlaf ist der Platzmangel. Als ideal gilt eine Bettgröße von mindestens (!) 1, 50 Meter und getrennte Decken.

Auch zwei Matratzen sind für erholsamen Schlaf besser als eine. Ich weiß, der gefürchtete Spalt ist bei frisch verliebten Menschen nicht angesagt... Wie unromantisch. Aber bitte, wenn die Verliebtheit halten soll, muss man sie pflegen. Was hat man davon, wenn man ein Jahr eng aneinander geschmiegt schläft bwz. nicht schläft oder nicht gut schläft, und dann schläft man gar nicht mehr zusammen, weil die Schlaflosigkeit einen auseinander treibt?

Eine weitere Bombe, die hochgehen kann: Das Lesen. Um besser wegdämmern zu können, lesen Frauen gern noch ein wenig. Männer bevorzugen Sex. In diesem Punkt empfehle ich, dem Wunsch des Mannes nachzugeben, anstatt auf das Buch zu beharren. Die Schlafqualität, das haben die Wissenschaftler herausgefunden, ist nach einem Geschlechtsakt ausgezeichnet!

Hiermit sind wir wieder oben beim Einstieg in diesen Text. Bei Sex. Der ist wirklich wichtig für das Liebesglück. Hier schließen sich alle Kreise, so habe ich es gern: Wenn man dafür sorgt, dass man seinen Schlaf kriegt, hat man oft Sex. Super Sex. Abends und morgens. Denn: Ausgeruht hat man viel mehr Lust auf Sex, und er macht erst richtig Spaß.

In dem Sinne: Schlaft gut! Schlaft und liebt gut, Eure Birgit

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