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Schlafmenge beeinflusst Lebensdauer

Schlafmenge beeinflusst Lebensdauer
© Photo Alto, PhotoAlto/ Family & Children

Weniger als sieben Stunden kritisch

Wer zu wenig schläft, ist nicht nur müde und weniger leistungsfähig, sondern stirbt womöglich auch früher, zumindest ist das das Kern-Ergebnis einer englischen Studie unter der Leitung des britischen Herzspezialist Francesco Cappuccio.

Der Mediziner hatte die Schlafgewohnheiten von mehr als 10.000 Beamten untersucht. Hatten diese durchschnittlich weniger als sieben Stunden pro Nacht geschlafen, stieg ihr Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um das Doppelte an. Auch das Risiko an anderen Erkrankungen zu sterben, erhöhte sich. Das Fazit des Mediziners: Zu wenig Schlaf erhöht insgesamt das Risiko für Gewichtszunahme, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes und beeinflusst somit den Gesundheitszustand.

Auch zu viel Schlaf ist ungesund

Doch auch zu viel an Schlaf scheint nicht gerade gesund zu sein. Die Studie des englischen Mediziners Cappuccio zeigte, dass sich bei Beamten, die acht oder mehr Stunden schliefen, das Risiko zu sterben, ebenfalls verdoppelte. Warum das so ist, wissen die Forscher nicht. Gründe könnten Depressionen, ein niedriger sozioökonomischer Status sowie krebsbedingte Erschöpfungszu-stände sein, vermutet Cappuccio. Die Empfehlung des Experten: sieben Stunden pro Nacht sollten es schon sein.

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