GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Schlafapnoe: Deshalb kann schnarchen gefährlich sein

Schlafapnoe: Deshalb kann schnarchen gefährlich sein
© picture-alliance / dpa, Rolf Haid

Warum schnarchen gefährlich ist

Die einen nennen es "sägen“, die anderen "rasseln“. Für nächtliches Schnarchen gibt es viele Bezeichnungen. Darüber zu reden, kann ja ganz witzig sein. Für einen möglichen Bett-Nachbarn aber kann Schnarchen zur echten Lärmbelästigung werden – und auch gefährlich für den Schnarcher selbst.

Die gesundheitlich bedenkliche Variante des Schnarchens ist das Schlafapnoe-Syndrom. Dabei hat man vereinfacht gesagt kurzzeitige Atemaussetzer. Weder vom Schnarchen noch von der Atmung ist dann etwas zu hören ist. Bei diesen Atemaussetzern wird das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Diese als Schlafapnoen bezeichneten Atemstillstände dauern bis zu 10 Sekunden und führen dazu, dass der Gehalt an giftigem Kohlenmonoxyd im Blut ansteigt. Und das ist sehr brisant, denn die Folgen sind gerade am Tag spürbar. Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Vergesslichkeit, Erektionsstörungen und sogar Depressionen.

Die Gruppe der Schlafapnoeiker hat zudem ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko im Alltag, da Betroffene jederzeit einschlafen können, auch während der Arbeit oder beim Autofahren.

Die Diagnose des Schlafapnoe-Syndrom ist zumeist erst nach Abklärung verschiedener individueller Faktoren möglich. Dazu gehören die medizinische Vorgeschichte des Betroffenen sowie die Angaben zur Schlafhygiene. Einer Untersuchung beim Hausarzt sollte ein Check bei einem Facharzt folgen (Pneumologen oder ggf. auch Hals-Nasen-Ohrenarzt).

Anzeige