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Scheidung verkürzt das Leben

Scheidung verkürzt das Leben

Einfluss auf die Lebenserwartung

Wer hätte das gedacht? Menschen, die sich scheiden lassen, sterben deutlich früher. Das geht aus einer Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels hervor.Denn eine Scheidung wirkt sich offensichtlich negativ auf die Lebenserwartung aus. Im Vergleich zu einer gesund und glücklich lebenden Person im Alter von 50 Jahren leben gleichaltrige Männer nach einer Scheidung im Schnitt 9,3 Jahre kürzer. Bei Frauen ist es sogar noch etwas mehr, sie leben 9,8 Jahre kürzer.

Auch eine niedrige Bildung führt den Studienergebniss zu einem schnelleren Tod. Ein niedriges Bildungsniveau lässt die Lebenserwartung von Männern um 7,2 Jahre sinken, die von Frauen um 9,1 Prozent.

Gute Nachricht am Ende

Basis der Berechnungen ist eine verheiratete männlich und eine verheiratete weibliche Musterperson in Deutschland. Diese rauchen nicht und trinken nur mäßig Alkohol, erfreuen sich guter Gesundheit, haben Abitur und arbeiten als Angestellte. Bei Frauen wurde zusätzlich die Geburt von einenm Kind oder zwei Kindern angenommen.

Und die Studie zeigt noch eine weitere interessante Erkenntnis: Trinken Frauen beispielsweise zu viel Alkohol, sterben sie den Forschern zufolge im Schnitt 23,1 Jahre früher, bei Männern sind es 16,2 Jahre.

Eine gute Nachricht am Ende: In den vergangenen acht Jahren stieg die Lebenserwartung bei Männern um 2,6 Jahre, bei Frauen um 1,8 Jahre, berichtet das Max-Planck-Institut für demografische Forschung.

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