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Scheidenkrebs: Das sind Anzeichen für ein Vulvakarzinom

Scheidenkrebs: So erkennen Sie erste Anzeichen
Scheidenkrebs: So erkennen Sie erste Anzeichen Der Tumor wird oft zu spät entdeckt 00:01:52
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Das Vulvakarzinom wird oft zu spät erkannt

Der Scheidenkrebs ist eine sehr seltene Erkrankung. Der Tumor, in der Fachsprache als Vaginal- oder Vulvakarzinom bezeichnet, kommt nur bei etwa 0,3 Prozent der Frauen vor. Allerdings ist er fast immer bösartig. Da der Krebs in frühen Stadien meist keine Symptome verursacht, wird er zudem oft erst sehr spät entdeckt. Betroffen sind dabei vor allem Frauen zwischen 62 und 74 Jahren.

Es gibt mehrere Arten von Scheidenkrebs. Dabei kommt es darauf an, aus welcher Zellart sich der Tumor entwickelt hat. In über 95 Prozent der Fälle entwickelt sich Scheidenkrebs aus der obersten Schleimhautschicht, dem Plattenepithel. Es kann aber auch durchaus vorgekommen, dass sich der Krebs aus Drüsengewebe oder aus Muskelzellen bildet.

Scheidenkrebs muss schnell behandelt werden, was schwierig ist, da sich erst in späteren Stadien Symptome zeigen. Die ersten Anzeichen von Vaginalkrebs sind ein vermehrter Scheidenausfluss oder ungewöhnliche Zwischenblutungen. Die Blutungen treten meistens während oder nach dem Sex auf. Hat der Tumor bereits eine bestimmte Größe, schmerzt auch das Wasserlassen oder der Stuhlgang. Auch Rückenschmerzen und Schmerzen in den Beinen können durch komprimierte Nerven im Rückenmark eine Folge von Scheidenkrebs sein.

Meist wird das Vaginalkarzinom zufällig bei einer Routineuntersuchung beim Gynäkologen diagnostiziert. Was folgt sind nun sogenannte Staging-Untersuchungen, bei denen festgestellt wird, in wie weit der Scheidenkrebs fortgeschritten ist.

So wird Scheidenkrebs therapiert

Je nach Ergebnis richtet sich schließlich auch die weitere Behandlung. Bei einem frühen Stadium genügt meist eine einmalige, chirurgische Entfernung und eine regelmäßige Verlaufskontrolle. Hat sich allerdings bereits ein Karzinom gebildet, sind eine Operation, eine Strahlentherapie oder die Chemotherapie nötig. Wurde der Krebs vollständig entfernt, tritt er nur in weniger als einem Prozent erneut auf. Je später er allerdings entdeckt wird, desto schlechter ist die Prognose.

Warum Scheidenkrebs entsteht, konnte bislang noch nicht vollständig geklärt werden. Wissenschaftler gehen aber inzwischen davon aus, dass eine Infektion mit dem HP-Virus (Humane Papillom Viren) den Krebs begünstigt. Diese Viren werden meist durch Geschlechtsverkehr übertragen. Schützen können Sie sich mit einem Kondom oder einer HPV-Impfung.

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