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Scharlach: Alles über die Kinderkrankheit Scharlach

08.10.12 09:55
Scharlach: Typisch ist die Himbeerzunge
 

Scharlach: Typisch ist die Himbeerzunge

Scharlach ist unter Kindern im Kindergarten recht verbreitet, aber auch im Erwachsenenalter ist Scharlach nicht ungewöhnlich. Charakteristisch ist die sogenannte 'Himbeerzunge'.

Eine Scharlacherkrankung beginnt mit plötzlichen Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, geröteten Wangen, Schüttelfrost, Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und hohes Fieber. Oft kommen heftige Bauchschmerzen hinzu. Später färbt sich der Rachen feuerrot, die Mundschleimhaut und die Mandeln sind fleckig gefärbt. Auf der Zunge bildet sich ein weißer Belag, der nach 3 bis 4 Tagen abgestoßen wird. Weil die Geschmacksknospen auf der Zunge entzündet und angeschwollen sind, sieht die Zunge himbeerartig aus.

Zwischen dem 2. und 4. Tag bekommt der Erkrankte Ausschlag. Dieser beginnt meist in der Leistengegend und an der Innenseite der Oberschenkel und breitet sich über den gesamten Körper aus. Ausnahme ist das Mund-Kinn-Dreieck. Die Flecken sind etwa stecknadelkopfgroß und jucken nicht. Nach ein bis drei Wochen verblasst der Ausschlag und die Haut kann sich schälen.

Wie lang ist Scharlach ansteckend?

Ansteckungsgefahr besteht bis zu 24 Stunden nach Beginn einer erfolgreichen Antibiotikabehandlung. Wird auf Antibiotika verzichtet, verlängert sich die Ansteckungsgefahr bis zum Abklingen der Symptome noch 3 Wochen.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei Verdacht auf Scharlach sollten Sie immer zum Arzt gehen. Es besteht die Gefahr von Folgeerkrankungen an Ohren, Gelenken, Herz und Nieren.

Wie wird Scharlach therapiert?

Üblicherweise wird der Arzt Antibiotika verschreiben.

Bin ich danach gegen Scharlach immun?

Nein. Kinder wie Erwachsene können sich immer wieder mit Scharlach anstecken.

Wie kann ich mich gegen Scharlach schützen?

Eine Impfung gegen Scharlach ist nicht möglich. Scharlachkranke Kinder sollten von anderen ferngehalten werden, auch gesunde Geschwisterkinder sollten erst wieder zur Schule oder zum Kindergarten geschickt werden, wenn der Arzt sein 'Go' gibt.

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