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Schäferhund Frankie kann Schilddrüsenkrebs erschnüffeln

Hund erschnüffelt Schilddrüsenkrebs
Dieser Hund hat ganz besondere Fähigkeiten © © UAMS

Was für ein Geruchssinn!

Ein Hund, der Schilddrüsenkrebs erkennt? Den gibt es wirklich! Schäferhund Frankie aus den USA wurde darauf trainiert. Seine Treffgenauigkeit ist so hoch, dass ein Bluttest fast überflüssig wird.

Wir wissen alle: Grundsätzlich haben Hunde einen zehnmal besseren Geruchssinn als Menschen. Doch die Fähigkeit, eine Krankheit zu erkennen, hat nur Frankie. Der deutsche Schäferhund wurde in einer Studie erfolgreich dazu trainiert, an einer Urinprobe zu schnüffeln, um anschließend mitzuteilen, ob die Erkrankung vorliegt oder eben nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten für Frankie, zu signalisieren, ob die Probe positiv oder negativ ist: Wenn er den Schilddrüsenkrebs riechen kann, legt er sich auf den Boden. Ist der Krebs nicht vorhanden, wendet er sich einfach vom Urin ab. Das Faszinierende ist, dass der Schäferhund die Erkrankung bisher mit einer Genauigkeit von 88 Prozent erkannt hat.

Hauptautor dieser Studie, Arny Ferrando, der bekannt ist für frühere Studien mit Hunden, die krebsartige von nicht-krebsartigen Geweben unterscheiden können, sagte: „Was wir mit dieser Studie geschaffen haben, hat zuvor niemand versucht“.

Schilddrüsenkrebs kommt verhältnismäßig selten vor und wird normalerweise mit einem Bluttest diagnostiziert oder indem das Hormon-Niveau der Person getestet wird. Für die Forscher gilt es nun herauszufinden, ob es Sinn macht, Hunde in Form eines Diagnose-Tests von Ärzten in Anspruch genommen zu werden. Was genau der Hund riecht, wenn er den Krebs erkennt, ist auch noch nicht bekannt. Die Krebs-Forschung Großbritanniens ist der Meinung: Wenn eine Technik geschaffen werden kann, mit der das Riechen des Hundes nachempfunden wird, wäre das ein gewaltiger Fortschritt! Möglicherweise, so glauben die Forscher auch, könnten Hunde dazu trainiert werden, andere Krebsarten gleichermaßen zu erkennen.

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