Schadstoffe in Kleidung: Nonylphenol in Sportkleidung

Greenpeace testet Sportkleidung und findet Schadstoffe
Greenpeace findet Schadstoff NPE in Markenkleidung © REUTERS, GREENPEACE

Sportbekleidung aus Fernost enthält schädliches Nonylphenol

Laut einer Untersuchung von Greenpeace sind 52 von 78 Markenkleidungsstücken mit Rückständen der giftigen Chemikalie Nonylphenolhoxylate (NPE) belastet. Die Produkte stammen aus Fernost. Die Chemikalie schadet uns zwar nicht direkt, gelangt aber beim Waschen in die Umwelt und über das Trinkwasser in unseren Organismus.

Bei den Tests, die Greenpeace unter der Bezeichnung „Schmutzige Wäsche aus Fernost“ durchführte, wurde in Ländern wie China hergestellte Sportbekleidung (T-Shirts, Jacken, Hosen, Interwäsche und Schuhe aus Stoff) der beliebtesten Sportbekleidungsmarken unter die Lupe genommen. Ein auf den Philippinen produziertes und verkauftes T-Shirt der Firma Converse kam dabei besonders schlecht weg. Der nachgewiesene Anteil der Rückstände der Chemikaliengruppe Nonylphenolhoxylate war mit 27.000 mg besonders groß. Die erlaubte Menge Nonylphenol für importierte Textilien in der EU liegt bei 1.000 mg pro Kilo.

Auch einige in Deutschland gekaufte Kleidungsstücke der Firmen Converse (Nike), Kappa, Puma und Li Ning enthielten erhöhte Anteile der Chemikalie. Greenpeace fordert die Produzenten nun auf, Kleidung ohne Nonylphenolhoxylate (NPE) zu produzieren. Die Firmen Puma und Nike wollen dieser Forderung nachkommen.

Quelle: Greenpeace

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