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Schaden WhatsApp und Co. der Intelligenz?

Viele Kinder können nicht mehr ohne Whatsapp

Ob in der Bahn, im Restaurant oder zu Hause - ohne das Smartphone geht für viele nichts mehr. Hauptsache, man ist keinen Moment von der Außenwelt abgeschnitten!

Schadet WhatsApp und Co. der Intelligenz?
Dank Smartphones sind jugendliche heute ständig mit der Welt verbunden. © Markus Bormann - Fotolia, Markus Bormann

Dieses Gefühl hat sich schon längst auch bei den Jüngeren durchgesetzt: 98 Prozent der 14 bis 24-Jährigen sind ständig online - surfen im Netz, posten Fotos oder chatten. Besonders beliebt ist der Kurznachrichtendienst Whatsapp, den Facebook gerade für

19 Milliarden Dollar übernommen hat.

Auch bei Familie Schaffer ist das nicht anders: Die zwei Kinder zwischen 11 und 14 haben nur noch eine Hauptbeschäftigung - das Dauerbearbeiten des jeweiligen Smartphones. Das Hauptkommunikationsmittel, Bindeglied zur Welt. Oder dem, was sie dafür halten. Für die Eltern - manchmal nicht einfach.

Auch die Lehrer des Max-Planck-Gymnasium in Berlin können ein Lied davon singen: Die Schüler nutzen natürlich alle WhatsApp, auch im Unterricht. Das Dauertippen und Dauerchecken hat Folgen: Es verändert die Jugendlichen. Unter dem ständigen Gebiepe verlieren viele Jugendliche die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.

Doch WhatsApp ist praktisch und so einfach zu bedienen, dass jedes Kind gleich loslegen kann. Das Smartphone dann noch aus der Hand zu legen, fällt natürlich schwer. Es blinkt dauernd grün, es ist immer was los. Das macht süchtig.

Manche Forscher gehen sogar noch weiter. Sie befürchten, dass ein zu viel an digitaler Kommunikation Auswirkungen auf die Intelligenz haben könnte: Sollte man deshalb Whatsapp verbieten? Für Eltern ist das nahezu unmöglich. Eltern sollten also Regeln finden, wann das Smartphone verboten ist. Das köntne zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen sein. Und die Eltern sollten natürlich mit gutem Vorbild vorangehen.

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