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Sauna und Gesundheit: Saunieren stärkt das Immunsystem

Sauna gegen Erkältung
Der Gang in die Sauna beugt hervorragend Erkältungen vor. © dpa, Andreas Gebert

Der beste Erkältungsschutz

Ob zur körperlichen Erholung, geistigen Entspannung oder Stärkung der Abwehrkräfte - das Schwitzbad in der Sauna zeigt Wirkung. In einer Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes unter 23.300 Saunagängern gaben sogar 79 Prozent der Befragten an, frei oder fast frei von Erkältungen zu sein.

Das heiß-kalte Wechselspiel beim Saunabaden sorgt dafür, dass die Haut und die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum auf die plötzlichen Temperaturveränderungen im Herbst und im Winter besser vorbereitet sind. Die Blutgefäße der Haut und der Schleimhäute werden regelmäßig stimuliert und sind im Alltag in der Lage, sich dem Wechsel von warm und kalt besser anzupassen. Außerdem friert durch die bessere Durchblutung der Haut der Körper nicht mehr so schnell.

Aber auch das Immunsystem wird gestärkt, indem die Zahl der weißen Blutkörperchen im Blut ansteigt. Außerdem wird im Mund vermehrt Immunglobulin A freigesetzt, das wie eine Firewall eine erste Barriere gegen eingedrungene Krankheitserreger darstellt und ein Anheften von Viren an der Schleimhaut verhindert. Bei Saunagängern ist zudem das Interferon im Blut erhöht. Interferon ist eine von den Körperzellen produzierte Substanz, die unter anderem vor viralen Infekten schützt

Ebenfalls nachweisbar ist die positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. In der trockenen Wärme des Saunaraums erweitern sich die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt. Untersuchungen des Berliner Klinikums Charité haben gezeigt, dass durch regelmäßiges Saunabaden die Blutgefäße an der Wade nach drei Monaten einen um 22 Prozent größeren Querschnitt hatten. Nach drei Jahren erhöhte sich der durchschnittliche Gefäßquerschnitt um weitere zehn Prozent und nach fünf Jahren um insgesamt 40 Prozent.

Ein Saunabesuch ist nicht nur gesund, sondern auch ein echter Beauty-Trip: Das Schwitzen sowie die wiederholten Wasseranwendungen bewirken eine sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung. Die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Außerdem verlangsamt sich durch das Gefäßtraining die Hautalterung.

Sauna tut einfach gut!

Grundsätzlich gilt: Passen Sie das Saunieren Ihrem Wohlbefinden und Ihrer körperlichen Kondition an. Die klassische, finnische Sauna erreicht sehr hohe Temperaturen zwischen 80 und 100 °C. Das ist nicht jedermanns Sache.

Zu der finnischen Sauna gibt es folgende Alternativen:


- Die Bio-Sauna: Sanfte Wärme von maximal 55 Grad und kombinierte Licht- und Farbspiele mit dem Zusatz ätherischer Öle sorgen für Entspannung.

- Das Dampfbad: Fast 100% Luftfeuchtigkeit und ätherische Öle sorgen bei mäßiger Hitze für freie Atemwege.

- Das Hamam: In dem türkischen Dampfbad stehen neben dem Schwitzen vor allem auch die Reinigung und anschließende Schönheitspflege im Vordergrund.

- Die Infrarotsauna: In einer Infrarotkabine entsteht ein gleichmäßiges Infrarotfeld, das eine Temperatur von 45 bis 50 °C erzeugt und so eine wohltuende Tiefenwärme im Körper bewirkt.

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