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Samenspenden einfach von der Steuer absetzen

Samenspenden einfach von der Steuer absetzen
© obs, Zdf Christoph Baumgarten

Ehepaare können die Kosten für künstliche Befruchtungen künftig von der Steuer absetzen. Das gelte auch dann, wenn die Spermien von einer Samenbank kämen, berichtet "Der Spiegel".

Der Bundesfinanzhof hat der Klage eines Paares stattgegeben, das 21.345 Euro für eine künstliche Befruchtung gezahlt hatte. Sie wollten anschließend diese Kosten als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend machen. Das hat der BFH bewilligt.

Aufgrund einer Krankheit konnte der Ehemann keine Kinder zeugen. Die Befruchtung der Ehefrau mit Fremdsamen sei eine medizinische Maßnahme, weil sie eine fehlende Körperfunktion des Ehemannes ersetze, begründete der BFH sein Urteil.

Schön. Denn Paare müssen für die künstliche Befruchtung hauptsächlich selbst in die Tasche greifen. Bei einer Insemination mit hormoneller Stimulation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nur die Hälfte der Kosten für bis zu drei ärztliche Behandlungen und die Medikamente. Bei Insemination ohne hormonelle Stimulation trägt sie die Hälfte der Kosten von bis zu acht Behandlungen und die Medikamente. Wird aber Spendersamen eingesetzt, so muss das Paar die Kosten hierfür selbst tragen. Das kann nun durch die steuerliche Absetzbarkeit wenigstens etwas abgefedert werden.

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