Samba-Skandal: 7-Jährige Vortänzerin in Rio bricht weinend zusammen

Samba-Skandal: 7-Jährige Vortänzerin in Rio bricht weinend zusammen
© Associated Press / AP

Kleines Mädchen als sexy Samba-Queen

Ein erst sieben Jahre altes Mädchen durfte beim Karneval in Rio als sogenannte "Samba-Queen" einer Sambaschule auftreten. Obwohl die Kinderschutzbehörde dagegen protestiert hatte, wollten die Eltern der kleinen Julia es so. Das erschütternde Ergebnis: Das Mädchen brach bei ihrem Auftritt weinend zusammen.

Die Eltern nahmen den Rummel um ihre kleine Julia vor einigen Tagen noch ziemlich gelassen: "Ich würde meine Tochter doch nie in erotische Kleidung stecken", sagte der Vater. Doch auch ohne sexy Kleidung: Hatten die Eltern keine Bedenken, ob ihre Tochter den Druck überhaupt standhalten kann? Der Vater von Julia, Leiter der führenden Samba-Schule, hatte öffentlich versprochen, zusammen mit seiner Frau die ganze Zeit auf Julia aufzupassen. Doch die 80-minütige Parade war für die Kleine zu viel: Sie brach heulend zusammen und kehrte erst nach 20 Minuten zurück.

Zu jung, um dem Druck standzuhalten

Die Rolle der Samba-Queen hat bereits Tradition in Rio, ist normalerweise aber Models und Schauspielerinnen vorbehalten, die sexy und leichtbekleidet den Auftritt der jeweiligen Schule anführt. Der Leiter der Kinderschutzbehörde erklärte, es sei nichts dagegen einzuwenden, dass Kinder beim Karneval dabei sind. "Was wir nicht zulassen können, ist, dass eine Siebenjährige eine Rolle spielt, die stark sexualisiert ist", sagte er jedoch weiter. Der Druck und die Erwartungen waren letztendlich tatsächlich zu viel für die kleine Julia.

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