Rufmord: Wenn Neid, Missgunst oder üble Nachrede das Leben zerstören

Das raten Psychologen bei Rufmord: Ziehen Sie es ins Lächerliche!

Wussten sie, dass zwei Drittel der Alltagsgespräche aus Gerüchten bestehen? Und Tratschen soll angeblich sogar gesund sein. Aber Klatsch und Tratsch können auch ganze Leben zerstören. Es kann Freundschaften, Beziehungen oder sogar Jobs kosten.

Unsere Reporter haben sich mit Lena getroffen, die Opfer eines Gerüchts wurde und unter den schlimmen Folgen leidet. Für die Kollegen war es nur eine Art, Frust abzubauen, doch für Lena hatte es schlimme Folgen. Das Gerücht, sie habe eine Affäre mit dem Chef gehabt, hält sich bis heute hartnäckig, und Lena weiß nicht, wie sie sich verhalten soll.

Was kann man tun, wenn man selbst Opfer von Rufmord wird? Den Chef ansprechen möchte man nicht, ebenso wenig die Kollegen mit der Lüge konfrontieren. Die Psychologin Isabella Efthimiou rät Lena: "Versuchen Sie die Ruhe bewahren. Suchen Sie sich Mitstreiter, die das Gerücht entkräften und ziehen Sie es selbst ins Lächerliche. Aber nur dann, wenn Sie direkt darauf angesprochen werden. So können Sie vermeiden, noch mehr in den Fokus zu geraten."

Gerade das Internet entpuppt sich schnell als Gefahrenzone: Hier entstehen oft ganz unkontrolliert die wildesten Gerüchte. Schlimmstes Beispiel dafür: die Lästerseite "i share gossip". Etliche Jugendliche wurden dort öffentlich bloß gestellt, es folgten über 60 Anzeigen. Die Seite kam auf den Index – und wurde mittlerweile abgeschafft. Aber auch auf Social-Media-Seiten kann ein schneller, unüberlegter Post von Missgünstigen falsch verstanden werden. Überlegen Sie sich daher genau, welche privaten Details Sie für jeden sichtbar machen möchten. Denn Neid ist oft der Hauptauslöser für Gerüchte. Und Lenas Geschichte zeigt, wie schnell sich ein Leben dadurch plötzlich verändern kann ...

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