Rührende Geste: Lily (10) kaufte ihrer Familie Weihnachtsgeschenke, bevor sie an Krebs starb

Rührende Geste: Lily (10) kaufte ihrer Familie Weihnachtsgeschenke, bevor sie an Krebs starb
© Caters News Agency

Todkranke Lily wollte ihrer Familie unbedingt eine Freude machen

Wenn ein Kind stirbt, ist das für die Familie so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann. Die kleine Lily war erst zehn Jahre, als sie an einem seltenen Hirntumor stirbt. Doch jetzt erlebt ihre Familie eine Überraschung: Kurz vor ihrem Tod hat Lily für ihre ganze Familie heimlich Weihnachtsgeschenke gekauft. Jedes Mal, wenn der Paketbote klingelt, ist es für Lilys Familie ein ganz besonderer Moment.

Dieses Weihnachtsfest wird für die Familie McKinstry aus England sicher das traurigste überhaupt. Letzten Monat stirbt ihre kleine Tochter Lily-Mae an einem seltenen Hirntumor, der erst dieses Jahr diagnostiziert wurde. Eigentlich sind ihre Eltern davon ausgegangen, dass Lily an Weihnachten noch bei ihnen sein wird. "Für uns ist eine Welt zusammengebrochen, wir hatten damit gerechnet, dass sie Weihnachten noch mit uns feiern kann", sagt ihre Mutter. Doch nach Lilys Tod erleben die Eltern eine Überraschung: Beim Sortieren ihrer Sachen entdecken sie die Kreditkartendaten des Vater auf ihrem Laptop. Lily hat vor ihrem Tod für ihre gesamte Familie Weihnachtsgeschenke im Internet gekauft, die jetzt nach und nach eintrudeln.

Für die Familie ist es immer ein ganz besonderer Moment, wenn wieder ein Paket kommt: "Es ist wirklich sehr emotional, wenn wir die Geschenke öffnen, aber auch irgendwie tröstlich. Lily war so bedächtig und gut organisiert. Ich weiß, dass es sie sehr glücklich machen würde, uns mit den Geschenken zu sehen“, sagt Lilys Mutter. Diese Überraschungsgeschenke helfen der Familie ein wenig über die schwierige Zeit hinweg und über die Trauer, dass sie das erste Mal Weihnachten ohne ihre geliebte Tochter verbringen werden.

Lily spendet ihre Kleidung an arme Kinder

Vor ihrem Tod war Lily ein gesundes und lebensfrohes Mädchen, doch zu Beginn des Jahres werden ihre Muskeln in Armen, Beinen, Augen und im Gesicht plötzlich immer schwächer. Im Mai wird dann das seltene 'diffus intrinsische Ponsgliom' (DIPG) bei ihr diagnostiziert. Der Tumor ist inoperabel, also unterzieht sich Lily einer sechswöchigen Bestrahlung. Zunächst geht es ihr etwas besser und sie darf auch wieder nach Hause zu ihren Eltern. Doch nur kurze Zeit später dann die erschütternde Nachricht: Lily hat erneut die gleichen Symptome und ein CT-Scan zeigt, dass der Tumor wieder wächst. Die Ärzte teilen den Eltern mit, dass sie nichts mehr für Lily tun können. Nachdem sie stirbt finden die Eltern eine Notiz in ihrem Zimmer: Wenn sie stirbt, soll ihre Vater ihr iPad bekommen, ihr Bruder den Laptop, ihre Mutter ihre Lieblingspuppe und dass alle ihre Kleidung an arme Kinder gehen sollen.

Die Eltern sind gerade dabei, eine Wunschliste abzuarbeiten, die Lily vor ihrem Tod verfasst hat, um ihrer Tochter die letzte Ehre zu erweisen. Ihr Sarg wurde beispielsweise von einer Kutsche mit Pferden zur Beerdigung gefahren, da dies einer der Punkte auf Lilys Liste gewesen ist. Die Familie wird ihre Lily schmerzlich vermissen, doch die Überraschungsgeschenke und die gemeinsamen Unternehmungen werden ihr ein wenig über die tiefe Trauer hinweg helfen.

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