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Rowenas Post warnt vor Brustkrebs-Symptom - doch Facebook sperrte ihn zuerst

Bei Rowena Kincaid trat ein außergewöhnliches Brustkrebs-Symptom auf

Als ob eine Krebserkrankung nicht schon schlimm genug wäre, muss diese Frau sich auch noch mit Facebook anlegen. Rowena Kincaid wollte mit dem Foto ihres Nippels darauf hinweisen, dass sich Krebs nicht nur durch einen Knoten in der Brust bemerkbar machen kann, sondern auch durch Flecken, die aussehen wie Blutergüsse. Facebook sperrte das Bild zunächst mit der Begründung, dass Brustnippel auf dem Bild zu sehen seien. Das entspreche nicht den Richtlinien.

Brustkrebs-Symptome: Facebook verhinderte erst Rowena Kincaids lebensrettenden Post
Sie kämpft tapfer gegen den Krebs - und lässt sich nicht unterkriegen.

Die 40-jährige Britin aus Cardiff erkrankte bereits im Oktober 2013 an Brustkrebs. Damals wurden ihr nur drei bis sechs Monate Lebenszeit prognostiziert. Jeglichen Prognosen zum Trotz brachte ihr Lebenswille sie dazu, immer weiter gegen den Krebs anzukämpfen.

Die Fotojournalistin rief eine Website ins Leben, die übersetzt ungefähr bedeutet "Bevor ich ins Gras beiße". Die Website ist ähnlich wie eine 'Bucket-List' - eine Liste von Dingen, die Sterbenskranke noch vor ihrem Tod erleben möchten.

"Wenn ich das nicht teile, wird dieses Wissen mit mir sterben"

Als Rowena seltsame blaue Flecken rund um ihren Brustnippel wahrnimmt, sah sie sich in der Verantwortung, dies bei Facebook zu veröffentlichen. Dem Independent-Magazin sagte sie: "Ich wachte letztens auf und dachte einfach: Ich habe einen Ausschlag auf meiner Brust und werde daran sterben. Wenn ich das nicht teile, wird dieses Wissen mit mir sterben. Dieses Foto zu posten, war das Mutigste, was ich je getan habe. Es ist so persönlich, ich hatte einen Horror davor. Danach aber stellte ich fest, wie wichtig es war: Die Leute teilten es und schrieben mir, dass sie das wirklich nicht wussten!"

So viel Selbstlosigkeit und Mut zur Intimität lohnte sich: Ihr Nippel-Post wurde binnen weniger Stunden mehrere hundert Male geteilt. Bis zu dem Zeitpunkt, als Facebook das Bild entdeckte. Sie sperrten das Bild mit der Begründung, dass entblößte Brustwarzen gegen die allgemeinen Richtlinien seien.

Rowena empörte die Sperre ihres Nippels. Sie machte klar, sie hätte bloß einen Körperteil gezeigt, der krank sei. Sie reagierte clever und ließ sich nicht unterkriegen: Das Bild ihres Nippels postete sie ein weiteres Mal, diesmal allerdings mit einem Smiley über der Brustwarze.

Nachdem auch die britische Presse über sie und ihren mutigen Post berichtete, gelang es ihr tatsächlich, dass Facebook ihr Bild akzeptierte. Auf diesem Wege kann sie weiterhin auf dieses ungewöhnliche Brustkrebs-Symptom hinweisen – und möglicherweise dadurch Leben retten!

Ihr ist von ganzem Herzen nur zu wünschen, dass sie auch den Kampf gegen gegen den Krebs für sich entscheiden wird. Die derzeitige Chemo, ist ihre letztmögliche Behandlung, sagt sie.

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