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Rote Augen: Was tun bei geröteten Augen?

Rote Augen können viele Ursachen haben.
Übermüdung, schlechte Luft oder auch Chlor können die Augen reizen. Aber auch Bluthochdruck kommt als Ursache in Betracht. © picture-alliance/ dpa, Sebastian Widmann

Rote Augen deuten auf Überanstrengung hin

Wohl jeder, der schon einmal eine Nacht durchgemacht oder vor dem Schlafen gehen vergessen hat, die Kontaktlinsen rauszuholen, kennt das: Man schlägt die Augen auf, geht ins Bad und im Spiegel schauen einen rot geäderte Augen an. Was aber, wenn Sie regelmäßig unter roten Augen leiden, Ihnen aber partout kein Grund dafür einfällt?

Oftmals hat eine starke körperliche Belastung gerötete Augen zur Folge. Vor allem zu wenig Schlaf, aber auch trockene Heizungsluft oder verrauchte Luft können zu einer Überanstrengung des Auges führen. Folglich weiten sich die Blutgefäße im Auge und lassen es rot erscheinen.

Hinter dem Symptom können sich viele Ursachen verbergen

Auch Kontaktlinsen können das Auge reizen. Beispielsweise, wenn sie länger als üblich oder über Nacht im Auge belassen werden. Und bei manchen Menschen reicht schon ein kräftiges Niesen aus, um ein Äderchen im Auge platzen zu lassen.

Wer aber regelmäßig oder länger als ein bis zwei Wochen unter roten Augen leidet, sollte dies nicht als Kleinigkeit abtun. Denn hinter geplatzten Äderchen im Auge können auch ernste Erkrankungen stecken. So können Sie beispielsweise auf hohen Blutdruck hindeuten. Auch gerinnungshemmende Medikamente können rote Augen begünstigen.

Häufig steckt aber auch eine schmerzhafte Bindehautentzündung dahinter. Zeichen für eine solche Virus- oder Bakterien-Infektion können eine Anschwellung der Bindehaut oder des gesamten Auges oder auch Sekretbildung sein. Schildern Sie die Symptome im Zweifel Ihrem Arzt.

Auch die hochansteckende Augengrippe kommt als Auslöser in Betracht. Sie wird durch Adenoviren verursacht. Diese werden nicht nur von Mensch zu Mensch übertragen, sondern beispielsweise auch über gemeinsam benutzte Handtücher. Unerkannt und unbehandelt kann die Augengrippe

zu einer Trübung der Hornhaut und damit zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.

Im Frühling können auch Pollen die Übeltäter sein. Denn wer unter Heuschnupfen leidet, leidet in der Regel gleichzeitig unter tränenden und juckenden roten Augen.

Handeln sollten Sie, wenn das Symptom über mehrere Wochen anhält und mit anderen Symptomen wie Augenjucken, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen einhergeht. Gehen Sie auf alle Fälle zum Arzt und lassen Sie die Ursache abklären.

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