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Rote Augen beim Schwimmen: Darum brennen unsere Augen wirklich

Rote Augen beim Schwimmen: Darum brennen unsere Augen wirklich
Denken Sie beim Schwimmen an Ihre Taucherbrille! © dpa, Swen Pförtner

Rote Augen kommen nicht nur vom Chlor

Den ganzen Tag im Schwimmbad zu verbringen, macht Spaß. Doch die geröteten Augen danach eher weniger! Aber worauf reagieren unsere Augen eigentlich so gereizt?

Das Chlor ist eine wahre Wunderwaffe, um Keime abzutöten und damit auch für die Rötung unserer Augen verantwortlich, oder? Nicht ganz! Denn Experten der US-amerikanischen Behörde 'Centers of Disease Control and Prevention' haben den wahren Grund herausgefunden: Erst durch die Verbindung von Chlor und Urin entsteht eine Chemikalie, die unsere Augen brennen lässt. Darüber hinaus kann sie starken Husten oder Asthma verursachen. Entgegen der Annahmen, dass Chlor alle Fremdstoffe abtötet, verbindet es sich also mit schädlichen Substanzen wie Urin, Schweiß oder anderen Schmutzpartikeln.

Wie viel Urin sich in deutschen Schwimmbädern tatsächlich ansammelt, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. Im Durchschnitt ergeben Messungen Werte von 0,7 und 1,6 Milligramm Harnstoff pro Liter. Hochgerechnet auf eine Million Liter Wasser im Becken, sind das 200 Liter Urin pro Tag, also eine ganze Menge!

Spätestens jetzt sollte also jedem klar sein, dass man das Badewasser lieber nicht trinken sollte. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte am besten immer eine Schwimmbrille benutzen, gerade Kontaktlinsenträger oder Asthma-Patienten sind besonders gefährdet.

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