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Risiko Totgeburt: Männliche Föten sind stärker gefährdet

Studie belegt: Mehr männliche tote Babys als weibliche

Ob Stress, Stöße oder falsche Ernährung: Im Mutterleib reagieren die Föten sehr empfindlich auf Einflüsse aller Art. Insbesondere der männliche Nachwuchs ist stärker gefährdet und deshalb häufiger Opfer von Totgeburten. Unter den Neugeborenen werden Jungen zudem öfter krank. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie.

Im Rahmen der im Fachjournal 'BMC Medicine' veröffentlichten Studie stellten Ärzte der britischen Universität Exeter fest, dass das Risiko einer Totgeburt bei Jungen fast zehn Prozent höher liegt als bei Mädchen. Für die Untersuchung wurden 30 Millionen Schwangerschaften ausgewertet. Auf 1000 Geburten kamen 6,23 männliche und 5,74 weibliche Totgeborene! Insgesamt sind das jährlich weltweit etwa 2,6 Millionen Totgeburten. Betroffen waren 100.000 mehr Jungen.

Eine Totgeburt bedeutet, dass der Fötus bei fortgeschrittener Schwangerschaft im Mutterleib stirbt. Am größten ist die Gefahr zwischen der 20. und 28. Schwangerschaftswoche. Doch warum ausgerechnet die Jungen so sensibel reagieren, darüber rätselt die Wissenschaft noch. Es ist jedoch bekannt, dass männliche Babys empfindlicher auf Hormonschwankungen, Nahrungsmangel der Mutter und verschiedene Formen von Stress reagieren. Hinzu kommt, dass ihre Plazenta nicht so stabil ist. Das Risiko für Frühgeburten und andere Komplikationen liegt damit viel höher.

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