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Riesenbärenklau: Deshalb gefährdet die Herkulesstaude die Gesundheit

Finger weg von dieser Pflanze
Finger weg von dieser Pflanze SO gefährlich ist Bärenklau! 00:01:46
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Riesenbärenklau: Dieses tückische Kraut hat es in sich!

Verbrennungen, Kreislaufprobleme, Fieber und Schweißausbrüche: All das kann man sich einhandeln, wenn man dem Riesenbärenklau zu nahe kommt. Die Pflanze wird auch Herkulesstaude genannt. Der Doldenblütler breitet sich rasant aus, wächst vor allem an Straßenrändern und Bach- und Flussrändern und verdrängt einheimische Arten.

Riesenbärenklau: Deshalb gefährdet die Herkulesstaude die Gesundheit
© (c) Facebook/Diana Herrmann

Der Riesenbärenklau, manche nennen ihn auch Bauernrhabarber, stammt eigentlich aus dem Kaukasus. Angeblich hat Zar Alexander dem Fürsten Metternich nach dem Wiener Kongress 1815 einige Samen der Pflanze geschenkt. Unter Imkern war der Bärenklau bis zu seiner massenhaften Ausbreitung beliebt, weil die Bienen die Dolden sehr mögen.

Leider hat es das Gewächs im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Es ist hochgiftig. Wer mit dem Riesenbärenklau in Kontakt kommt, sollte sich sofort in den Schatten legen und die betroffenen Stellen mit Wasser und Seife reinigen. Die Pflanze kann auf der Haut zu schlimmen Verbrennungen und sogar zu Fieber führen. Es ist dringend angeraten, auch bei Abklingen der Symptome einen Arzt aufzusuchen.

Für Kinder ist die Herkulesstaude besonders gefährlich

Besonders heimtückisch ist, dass schon die pure Nähe zu der Pflanze schlimme Folgen haben kann: Wenn es richtig heiß ist, genügt es schon, sich in des Bärenklaus aufzuhalten, um sich Verbrennungen und Atemnot zuzuziehen. Selbst eine Bronchitis kann das Gewächs auslösen.

Vor allem Kinder sollte man vor der Herkulesstaude schützen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn bekämpfen kann man den Bärenklau nur in Schutzkleidung. Vor der Blüte, die von Juli bis September andauert, müssen die Dolden abgeschlagen werden. Das Fällen der Staude nutzt nichts, da sie nachwächst. Man muss - um sich des Bärenklaus dauerhaft zu entledigen - die Pflanze mit ihren Wurzeln ausgraben.

Giftfrei sind die Stängel übrigens erst, wenn sie vollständig abgestorben sind und nur noch das weiße Zellskelett steht.

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