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Richtig shoppen - das sollten Sie wirklich wissen

Modelkolumne Margrieta Richtig Shoppen
Modelkolumne Margrieta Richtig Shoppen © Unspecified

Tragen Sie wirklich passende Unterwäsche?

Gutes Aussehen beginnt schon beim Kleiderkauf - so logisch wie das jetzt klingt, so schwierig scheint es zu sein. Jede Frau hat ihre Vorlieben; manche stehen auf gute Klassiker wie Polos aus Piqué und Chinos aus fester Baumwolle. Andere stehen auf Ausgefallenes mit großen Prints oder auffälligen Nähten. Wiederum andere sind eher im Hippielook gekleidet, in einfachen Jeansoutfits oder im Rock mit Bluse. Die gute Nachricht ist: Egal welcher Typ man ist, man kann immer gut und dem Anlass entsprechend aussehen, dafür muss man sich auch nicht verstellen oder verkleiden. Die schlechte Nachricht ist: Es fehlt den meisten einfach an Einsicht, Wissen, Zeit und Lust. Dabei kann shoppen so einfach sein.

Fangen wir an mit der Basis: Unterwäsche. Die ist nicht nur dazu da, um die Überkleidung vor Körperschmutz zu schützen; sie hat heutzutage vielerlei Funktionen und Extras. Das klingt jetzt so ein bisschen wie beim Autokauf, aber liebe Damen: Ein Auto fährt man nicht jeden Tag, Unterwäsche trägt man dagegen schon jeden Tag. Also sollte die Wahl ganz genau getroffen werden. So sollte der BH grundsätzlich passen, den Busen nicht hängen lassen, die Schultern nicht belasten und uns den Atem nicht wegnehmen. Hier lohnt es sich wirklich, sich in einen Wäscheladen beraten zu lassen. Ein schlecht gewählter BH lässt sogar jedes noch so hübsche Kleidungsstück aussehen, als wäre es ein Misskauf. Wer immer sicher gehen will, sucht sich ein hautfarbenes Modell aus, das ganz glatt ist. Jede Art von Schleife, Perle oder Detail kann durch das Oberteil durchdrücken und sich abzeichnen. Sexy ist anders, ja das stimmt, aber man kann sich ja für besondere Anlässe auch etwas anderes dazu kaufen.

Bei der Unterwäsche muss man nicht zwangsläufig auf Strings zurückgreifen, wenn man nicht möchte, dass sich der Slip abzeichnet. So genannte Panties, Hipsters oder Tangas geben etwas mehr Stoff her und wenn sie aus Funktionsstoff sind und mit Laser an Saum abgeschnitten statt mit dicker Naht oder Überschuss, sieht man keinerlei Abdruck unter der Kleidung.

Die Nummer auf dem Etikett ist keine Garantie

Ein vielmals gemachter Fehler beim Kleidungskauf ist es, sich zu stark an der angegebenen Größe zu orientieren. Bei Zweifel zwischen zwei Größen entscheiden sich die meisten Frauen für die kleinere und dadurch geht vielmals der Schuss nach hinten los. Wer sieht denn eigentlich, welche Nummer im Top oder in der Hose steht, außer Sie selbst? Genau: niemand. Wenn es wirklich nerven sollte, lassen sich diese Labels leicht entfernen.

Und ein zu kleines Kleidungsstück deutet immer Röllchen und Falten an, wo es eigentlich gar keine gibt. Noch dazu bekommt es durch die normalen körperliche Bewegungen schneller Falten (wie bei Hosen wenn man sitzt) und sieht dann noch enger und knapper aus. Auch können bei zu engen Tops Rollen „überschwappen“, die sonst brav im Top bleiben, wenn dort ein wenig mehr Platz ist. Sogar ich habe mich mal in der Jeansgröße vergriffen und probierte eine Nummer zu klein. Obwohl ich seit Jahren eigentlich eher untergewichtig bin, sah ich damit aus, als wäre ich eine richtige Sahnerolle. Schön war das keinesfalls. Sie kennen das doch von Teenies mit zu engen Jeans: Am dünnen Körper guckt oben aus der Hose trotzdem eine unschöne Rolle und die junge Frau meint entweder, das sähe gut aus und präsentiert sie ganz unverblümt ihrer Umwelt, oder sie versucht, diese mit einem ebenfalls zu engen Top zu bedecken, was optisch noch mehr Rollen verursacht. Was ich damit sagen möchte ist: Die Nummer im Kleidungsstück ist keine Garantie für ein gutes Gesamtaussehen.

Wenn Sie sich der Größe unsicher sind, nehmen Sie bitte das Größere! Sie werden es sicherlich nicht bereuen. Wenn ein Kleidungsstück etwas mehr Luft und Platz bietet, sieht man dadurch automatisch schlanker aus. Der Unterschied zwischen 38 und 40 sieht man dann daran, dass man in 38 aussieht wie eine Wurst in der Pelle, und in 40 aussieht, als hätte man 5 Kilo abgenommen. Sollte die Entscheidung für diese eine Nummer mehr sich im Nachhinein doch noch als zu groß erweisen, kann man es sich zur Not beim Schneider hier und dort etwas anpassen lassen. Vergessen Sie auch nicht, dass die meisten Kleidungsstücke beim ersten Waschgang etwas schrumpfen, wenn auch nur minimal.

Gehen Sie doch mal shoppen und versuchen Sie zwei verschiedene Größen. Sind Sie mal ehrlich zu sich selbst und achten nicht auf die Nummer im Label. Letztendlich ist das nur eine verwirrende Zahl, mal ist es 38, mal italienische 44, mal französische 40 oder 42. Ist das denn wirklich so wichtig? Nein. Wenn man sich wohl fühlt, strahlt man das auch aus und in zu enger Kleidung fühlt niemand sich wohl.

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