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Relaktation: So kurbeln Sie die Milchproduktion wieder an

Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Baby an!
Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Baby an! Brust reagiert auf Infekt des Kindes 00:02:50
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Video: Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Baby an!

Wenn Mütter aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen nach der Geburt nicht stillen, ist damit der Zug für Sie noch nicht abgefahren. Entscheiden Sie sich einige Zeit später, doch zu stillen, dann gibt es die Möglichkeit der Relaktation. Was dahinter steckt und wieder es funktioniert, lesen Sie hier.

Unser Körper ist schon erstaunlich. So ist es möglich, beispielweise nach dem frühzeitigen Abstillen gezielt die Bildung von Muttermilch hervorzurufen beziehungsweise wieder in Gang zu setzen. Wir verraten, was Relaktation ist und wie die Methode funktioniert.

Welche Gründe gibt es für eine Relaktation?

Wenn eine Frau für eine Relaktation entscheidet, kann das verschiedenen Gründe haben.

1. Gesundheitliche Gründe

Es ist möglich, dass die Mutter aus gesundheitlichen Gründen nicht direkt nach der Geburt Ihres Kindes stillen konnte. Hat die Mutter beispielsweise bei der Geburt viel Blut verloren, kann dies die Milchproduktion beeinflussen. Auch eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion kann dazu führen, dass der weibliche Körper nicht genügend Milch produziert.

2. Persönliche Gründe

Manchen Frauen empfinden es auch schlichtweg als unangenehm ihr Baby zu stillen. Oder aber sie haben anfänglich Angst vor Schmerzen oder Folgen, wie beispielsweise wunden Brustwarzen, entscheiden sich zu einem späteren Zeitpunkt aber, doch zu stillen.

An der Stelle sei erwähnt, dass die Muttermilch die gesündeste und wichtigste Nahrung in den ersten Lebensmonaten des Kindes ist, da mit ihrer Hilfe das Immunsystem des Babys aufgebaut und gestärkt wird.

3. Adoptivstillen

Beim Adoptivstillen wird in der Regel von einer induzierten Laktation statt von einer Relaktation gesprochen, sprich: Die Adoptivmutter war noch nie schwanger. Dennoch kann bei ihr der Milchfluss eingeleitet werden, damit Sie ihr adoptiertes Baby ganz normal stillen kann.

Wie funktioniert eine Relaktation?

Um die Milchbildung anzuregen, muss der sogenannte Prolaktinspiegel im Blut erhöht werden. Stimulieren Sie dazu regelmäßig und über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich Ihre Brustwarzen, sprich: mindestens sechsmal am Tag über mindestens zehn bis maximal 30 Minuten.

Dabei haben Sie verschiedene Methoden zur Auswahl: Saug-/Wring-Bewegungen beziehungsweise -Massagen, die dem Saugen eines Babys ähneln, können die Relaktation in Gang setzen. Auch ist es möglich den Milchfluss mit einer Milchpumpe zu (re-)aktivieren. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie in der Zeit der Relaktation ihr Baby oft an Ihre Brust legen, damit es sich daran gewöhnen kann.

Wann der Milchfluss wieder in Gang kommt, ist von Frau zu Frau und Fall zu Fall unterschiedlich. Dies kann wenige Tage bis mehrere Wochen dauern.

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Mögliche Probleme

Es kann passieren, dass Sie nicht (mehr) genügend Milch produzieren und so gezwungenermaßen bei der Flaschenmilch bleiben müssen. Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass sich Ihr Baby nicht umgewöhnt und Ihre Brust verweigert. In diesem Fall können Sie die Milch dennoch abpumpen und Ihr Kind einfach mit der Flasche füttern.

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