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Reiswaffeln enthalten Arsen, Cadmium und Acrylamid: Anbieter reagieren auf Kritik

Reiswaffeln enthalten Arsen, Cadmium und Acrylamid: Anbieter reagieren auf Kritik
Untersuchungen von Öko-Test haben gezeigt, dass viele Reiswaffeln mit Arsen und Cadmium belastet sind. Diese können krank machen. Die ersten Hersteller haben nun auf die Kritik reagiert. © picture alliance / Bildagentur-o

Schwermetalle in Reiswaffeln können Krebs auslösen

Von wegen gesunder Snack: Mehrere Untersuchungen von Öko-Test in den letzten Jahren haben belegt, dass Reiswaffeln deutlich ungesünder sind als gedacht. In vielen der Reiscracker, die vor allem Eltern als vermeintlich gesunden Knabberei für ihre Kleinen kaufen, wurden Cadmium, Arsen und Acrylamid gefunden. Wie gelangen die Stoffe in den Reis – und damit in die Reiswaffeln? Wie gefährlich sind diese Stoffe für uns? Und was hat sich seit Veröffentlichung der Test-Ergebnisse getan?

Nicht nur bei Eltern sind Reiswaffeln als leicht verdauliche und kalorienarme Knabberei beliebt, die sie ihren Kindern als Alternative zu Keksen geben. Auch Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, schätzen Reiswaffeln als leckere Alternative zu Brot und Brötchen. Umso größer war der Schock, als die Reiswaffeln der meisten Hersteller bei mehreren Untersuchungen von Öko-Test in den letzten Jahren durchfielen. Grund dafür: Viele Reiswaffeln enthielten Cadmium, Arsen und Acrylamid.

Cadmium kann die Knochen und Nieren schädigen. Vor allem in China, einem der Hauptanbauländer für Reis, gelangt das Schwermetall über Dünger und Klärschlamm in die Böden – und damit in den Reis. Auch das Halbmetall Arsen gelangt über das Grundwasser in die Böden. Besonders hoch ist die Belastung in der Nähe von Metallhütten. In geringen Dosen kann es Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen, bei regelmäßigem Verzehr zu Schädigungen des Erbguts führen, die wiederum Krebs begünstigen. Acrylamid entsteht bei Rösten, Braten, Backen und Frittieren. Auch für die Herstellung der Reiswaffeln sind hohe Temperaturen nötig. Acrylamid steht ebenfalls im Verdacht, das Erbgut zu schädigen und Krebs auszulösen.

Viele Anbieter von Reiswaffeln haben auf Öko-Test-Ergebnisse reagiert

Das ‚Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit‘ (LGL) warnt, dass vor allem bei kleinen Kindern bis zu drei Jahren Vorsicht geboten ist, da die Arsenaufnahme durch Reiscracker bezogen auf ihr Körpergewicht in etwa zwei bis drei Mal höher sei als bei Erwachsenen. Folglich sollten Reiswaffeln allenfalls gelegentlich und in geringen Dosen konsumiert werden. Das LGL empfiehlt nicht mehr als maximal 20 Gramm Reiswaffeln pro Woche für Kinder bis zu drei Jahren. Verbraucher sollten vor allem zu Produkten mit geringem Arsen-Gehalt greifen. Eine gute Alternative zu Reis-Waffeln – vor allem bezogen auf den Arsen-Gehalt - seien Mais-Waffeln.

Nach Recherchen der Zeitschrift 'Brigitte' haben übrigens mehrere Hersteller auf die katastrophalen Öko-Test-Ergebnisse reagiert: So hätten Hersteller wie Rewe und Edeka die bemängelten Produkte aus dem Sortiment genommen. Andere Hersteller hätten die Lieferanten gewechselt oder die Rezepturen abgeändert. Schon durch den Mix von Vollkornreis und geschältem Reis könne der Arsengehalt in Vollkornreiswaffeln maßgeblich reduziert werden.

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